Einführung von Mitgliedsbeiträgen (mit Umfrage!)


#1

Tagline: “Net olles wos an Wert hot, Muas a an Preis hobn - Owa moch des amol wem kloar!” - Wolfgang Ambros

Es gibt sicher auch negative Seiten an Mitgliedsbeiträgen, aber nachdem ich sie (derzeit) eher beführworte sehe ich eher die positiven:

  • Der psychologische Effekt, dass Etwas für das man gezahlt hat mehr Wert ist als Dinge für die man nicht oder weniger gezahlt hat. Das muss nicht umbedingt Geld sein.

  • Die Möglichkeit Freiwillige durch in Aussicht Stellung von Befreiung von den Mitgliedsbeiträgen zu Motivieren.

  • Zusätzliche finanzielle Mittel die man für den Vereinszweck einsetzen könnte. Ich fände z.B. die Wiedereinführung von jährlichen Testtagen mit finanzierter Verpflegung wäre ne coole Idee.

Um die Einführung möglichst nicht disruptiv auf das Vereinsgeschehen wirken zu lassen würde ich Anfangs (zumindest die ersten Jahre) sehr lockere Bedingungen für die Befreiung von Mitgliedsbeiträgen erlassen.
z.B. Wenn ein Mitglied Funkknoten betreibt die mehr als 2(x?) Verbindungen zu Knoten hat sie nicht ihm gehören. Eventuell x=2+0.1*-[Anzahl der Knoten des Mitglieds] um Mitglieder die viele Knoten betreiben nicht zu stark zu bevorzugen.
Um den Community Aspekt rein zu bringen z.B. eine Befreiung für alle Mitglieder die mindestens 10 (sinnhafte) Posts im Forum / Mailinglisten / Wiki-Edits gemacht habe.
Eine weitere Befreiung für Vorstandsmitglieder und (sobald dies formalisiert ist) Beteiligung an einem der spezial Teams wie Housing.
Um neue nicht abzuschrecken würde ich für diese eine automatische Befreiung fürs erste Jahr aufnehmen.
Auch könnten wir die Möglichkeit schaffen Befreiungen einmalig pro Mitglied für 1 Jahr lang auf Zusicherung von zukünftiger Beteiligung auszusprechen.
Die Befreiungen könnte man wenn positive Effekte sichtbar werden nach ein paar Jahren strenger gestalten und oder die Beiträge erhöhen. Ich hätte vorgeschlagen mit 1€ Jahresbeitrag für außerordentliche Mitglieder und 5€ für ordentliche zu Beginnen. Eventuell könnte man ja die Bedingungen für Befreiung von den Beiträgen auch unterschiedlich streng für ordentliche und außerordentliche zu regeln.


Wer sind wir & wohin wollen wir? (war: FunkFeuer Zukunft)
#15

Zu den Beiträgen: Ich sehe also
a) einen regulären, symbolischen Beitrag im Sinne einer jährlichen „Zulassungsgebühr“.
b) Ich sehe Minderungen des Beitrags bis hin zum Erlass des Beitrags aus sozialen Gründen - das wird im Rahmen der Gemeinnützigkeit zwingend erforderlich sein.
c) Ich sehe Minderungen als Belohnung für die Förderung der Idee.

ad a) die Zulassungsgebühr würde ich zB. mit einem Euro pro Mitglied und Jahr festlegen. Sie dient lediglich der Bestätigung, dass man noch dabei sein möchte und zur symbolischen Abgeltung des damit verbundenen administrativen Aufwands, den man auch an eine bezahlte Hilfskraft delegieren könnte. Dieser Minimumbetrag ist jedenfalls einzuheben. Gerechtfertigt ist das dadurch, dass der Verein auf Dauer seinen Zweck ein Bürgernetz zu fördern nicht ohne die soziale Vernetzung der Bürger erfüllen kann.

ad b und c) Da sehe ich ein Spannungsverhältnis dort, wo bisher soziale Erwägungen überhaupt erst zum Aufbau eines Knotens geführt haben. In solchen Fällen wäre es eine der Gemeinnützigkeit schädliche Ungleichbehandlung, undifferenziert vorzugehen.
Eine Lösung könnte über einen Solidarbeitrag, der zusätzlich zu a, bemessen wird und der auch grundsätzlich eingehoben wird, gewährleistet sein. Ausnahmen hiervon können einerseits ein geringes Einkommen und soziale Bedürftigkeit sein, Minderungen wären zulässig, wenn jemand überdurchschnittlich zum Erhalt des Netzes und der Community beiträgt.

Probleme sehe ich dabei, dass die Ausnahmetatbestände, die als Belohnung dienen sollen, 1. von jemandem bemessen werden müssen und 2. einmal jährlich mit hohem Aufwand administriert werden müssen. Ein Problem sehe ich auch darin, dass dies quasi als unzulässige Einlagenrückgewähr interpretiert werden könnte, d.h. Vereinsvermögen quasi zu den Mitgliedern zuflösse.

Das Bonussystem sollte daher m.E. entweder immaterieller Art sein - quasi Kudos, die ab einer bestimmten Höhe einen Vorteil bewirken.


#16

Hallo Erich :wink:

Bezüglich Mitgliedsbeiträge haben wir offenbar stark unterschiedliche Visionen - mal schaun ob sich außer uns 2 noch jemand mit dem Thema beschäftigen wird und wie der bzw. diejenigen das Thema beurteilen.

LG, Thomas


#17

Ad Mitgliedsbeiträge:
Da sie bei manchen Diskussionspartnern auf generelle Ablehnung zu stossen scheinen, muss man auch einen Mehrwert dafür anbieten, um einen Konsens zu erzielen. Die Nutzung von Vereinseinrichtungen darf durch die Höhe der Beiträge jedenfalls nicht verunmöglicht werden.
Was aber ist der Sinn von Mitgliedsbeiträgen: Die Statuten sehen zumindest jetzt schon vor, dass man Personen, die den Beitrag nicht entrichten, ausscheiden kann. Selbst symbolische kleine Beiträge erfüllen somit den Zweck einer administrativen Selbstreinigung der Datensammlung, die mit organisatorische Grundlage für das Funktionieren der Gemeinschaft ist. Die Statuten sehen weiters bereits jetzt vor, dass man nur ordentliches Mitglied sein kann, wenn man sich „voll an der Vereinsarbeit beteiligt“. Der Begriff ist leider etwas schwammig…


#18

Im Nutzen der Einführung von Mitgliedsbeiträgen sind wir (2) uns denk ich recht einig, beim Weg Akzeptanz dafür zu schaffen nicht so.

Ich denke eher, dass es besser wäre Ausnahmen von der Pflicht Mitgliedsbeiträge zu zahlen zumindest Anfangs sehr locker zu gestalten, dass quasi ohnehin nur Karteileichen und Funknetzteilnehmer die nur Konsumieren (nur 1 Link) und sich nicht an der Community beteiligen betroffen wären.

Wenn dies Akzeptanz findet und den von uns erhofften Nutzen bringt, kann man anschließend ja weitere Anpassungen vornehmen (Ausnahmen strenger gestalten).

Ich hab meine Vorschläge für Ausnahmen bewusst so formuliert, dass sie (mit Adminzugriff) sehr leicht automationsgestützt evauliert werden können. Also wieviel Links zu fremden Knoten hat könnte man vermutlich sogar als beliebiges Mitglied mittels xslt coden. Wobei mir persönlich SQL auf die (vermutlich?) dahinterliegende Datebank einfacher fallen würde.

LG, Thomas


#19

Akzeptanz bei wem? Bei den Mitgliedern oder bei jenen Organwaltern
des Leitungsorgans, die Mitgliedsbeiträge als Hindernis für die
jetzt schon fehlenden „Freiwilligen“ sehen. Ich denke, es ist gerade
das Gegenteil der Fall: Freiwillige fehlen eher, wegen des Mangels
an Organisation. Wenn für einfache Dinge, wie die
(Mitglieder-)Datenpflege Personal fehlt, dann kann man es so bei
Bedarf wenigstens Personen entgeltlich mit solchen Arbeiten zur
Verwaltungsassistenz befassen, wenn dafür gerade Bedarf besteht.
Das Problem liegt hier in der Gemeinnützigkeit des Vereins:
Hier ein allgemeiner Ratgeber:
Es gibt zahlreiche Judikatur, die Gemeinnützigkeit abspricht, wenn
die Förderung des Erwerbs der Mitglieder oder die Förderung von
Produkten im Vordergrund stehen, sowie zu gewerblichen Betätigung
des Vereins. Jetzt stellt sich die Frage, zählen die „nur
Konsumierenden“ zum Kreis der Mitglieder, oder sind das
Vereinsfremde (Öffentlichkeit)? Da ja, wer das Netz nützt nach
Ansicht des Vorstandes nicht auch Mitglied sein muss, gibt es hier
das Problem einer undifferenzierten Ungleichbehandlung, weil das
Mitglied dann grundsätzlich ja zahlt, das Nichtmitglied aber so und
so nicht.
Der erhoffte Nutzen wird aus dem obgenannten Grund nur mit einem
Zulassungs-/Registrierungsentgelt auf Vertragsbasis, das auch
Nichtmitglieder träfe, eintreten.
Der mit der Erfassung und Bearbeitung von Ausnahmen verbundene
Aufwand erscheint mir derzeit nicht machbar zu sein - es wäre denn,
die Befreiung passierte nur auf Antrag. Aber einmal ehrlich: bei den
von Dir veranschlagten 3-5 Euro/Monat kostet die Abarbeitung des
Einzelfalls ja fast genauso viel, wie der Beitrag sonst hoch ist.
LG
Erich


#20

Akzeptanz bei ausreichend vielen von den aktiven Mitgliedern bei denen davon zu rechnen ist, dass sie an der nächsten Generalversammlung teilnehmen würden - Um einen dementsprechenden Beschluss auf ebendieser mit einer Mehrheit beschließen zu können.

Einhebung von Mitgliedsbeiträgen ist generell Aufwand, und bei den minimalen einzuhebenden Beiträgen die wir beide derzeit anpeilen kann dieser Aufwand wenn man ihn mit normalen wirtschaftlichen Maßstäben bemessen würde sich ohnehin nie rechnen.

Aber zum Glück sind wir ein Verein mit einem Ziel dessen Unterstützung vielen Mitgliedern das Investment von unbezahlen Arbeitsstunden wert ist. So wie auch uns die wir hier Stunden verbraten ein Thema zu diskutieren dass wir vermutlich ohnehin nie durchbekommen :wink:


Ich bin aber der Meinung, dass die Summe des Aufwands zu erheben

  • wer weniger als x Posts pro Zeitraum auf Forum + wien/discuss Mailinglisten gemacht hat und
  • wer weniger als x Links zu Knoten die nicht ihm gehören hat

plus den Aufwand die relativ wenig übrig bleibenden Personen zu kontaktieren und um Überweisung oder ein unterschriebenes SEPA-Mandat zur Begleichung des jährlichen Mitgliedbeitrags zu bitten,
geringer ist, als der Aufwand alle Mitglieder anzuschreiben und um dies zu bitten. (Und die (nicht-) Antworten zu bearbeiten)

Den Unterschied zwischen außerordentlichen Mitgliedern und bloßen Funknetzteilnehmern sehe ich als organisatorisches Manko - so wie ich unsere Statuten lese müsste jeder Teilnehmer unsres Funknetzes zumindes außerordentlichen Mitglied sein.

Die Behebung dieses Manko’s wäre im Zuge der Einführung dieser Mitgliedsbeiträge auch sinnvoll, und vor allem im Sinne der Gerechtigkeit sehr wichtig. Falls es andere Interpretationen unserer Statuten gibt sollte man diese in diesem Punkt eventuell präzisieren.
(Um die manchen wichtige Anonymität zu wahren spricht aus meiner Sicht auch nichts dagegen Mitgliedsanträge bloß mit Pseudonym=Spitzname + mindestens einer Kontaktmöglichkeit anzunehmen)

LG, Thomas


UPDATE @erich: wärst du so nett und erklärst mir etwas genauer, warum du meinst, dass die von mir vorgeschlagenen Befreiungsgründe von den Mitgliedsbeiträgen die Gemeinnützigkeit unseres Vereins gefährden würden? Ich versteh das in deinem letzten Post nicht ganz.


#21

Deine Logik ist unfehlbar. Daher eine Frage: Kann dieses Forum mit KUDOs
umgehen?


#22

Vielen Dank für das Lob! Bedeutet mir viel, denn ich betrachte dich auch als ausgesprochen guten Logiker :slight_smile:

Ist die vorhande “Like” Funktion nicht ausreichend? Ich glaube hinzufügen einer weitern ähnlichen Funktionalität würde mehr verwirren als helfen.

Oder meintest du mit deiner Frage nicht die technische, sondern die soziale Seite? Also ob die Community dieses Forums damit umgehen kann wenn Lob ausgesprochen wird? Das denke ich schon. :wink:


#23

Du wolltest u.a. die Mitarbeit im Forum (Anzahl und Häufigkeit der
Beiträge) bewerten. Likes stellen dabei bloß auf die subjektive
Nützlichkeit oder das Gefallen einer geäußerten Meinung ab, wobei dies
aktives Zutun anderer Teilnehmer erfordert.
Manche Bewertungssysteme verfügen auch über Automatismen, die Beiträge
mit gewissen maschinell erfassbaren Merkmalen in eine soziale Währung,
wie etwa Kudos, umwandeln.

Manche Fakultätsvertretungen verwendeten derartige Systeme für ihre
Mitschriftentauschbörse o.ä… Der Aufwand der Erstellung wurde so
abgegolten und der so objektivierte Wert der Mitarbeit konnte etwa gegen
andere Mitschriften oder Kopierguthaben eingelöst werden. Ich denke, da
möchtest Du im Grunde hin.

Der Anrechnung auf den Beitrag stehe ich skeptisch gegenüber, weil ich
mich frage, das nicht auch ein steuerbarer und steuerpflichtiger Vorgang
ist, der zudem eben einer Einlagenrückgewähr - also hier in der
verbotenen Auszahlung von Vereinsvermögen an Mitglieder - entspricht.
Davon zu trennen wären objektivierte Mitgliedsbeitragskategorien, die
eine bestimmte Beitragshöhe von gewissen Kriterien abhängig machen
(soziale Bedürftigkeit, Mitgliedschaftsrechte, …)


#24

Ah okey, das meintest du mit Kudos.

Ich seh’ das eher skeptisch. Ein bloßes Zählen der Beiträge (welche nicht als Spam oder anderen Gründen durch Moderatoren gelöscht wurden) erscheint mir einfacher & objektiver und aus meiner Sicht ausreichend.

Ich sehe meinen Vorschlag der Befreiungsgründe eher auf einer Ebene mit der (in sehr vielen Vereinen üblichen) Befreiung von Mitgliedsbeiträgen für Ehrenmitglieder. Und ich glaube, dass diese ebenfalls kein Grund für die Aberkennung der Gemeinnützigkeit darstellt.

Mitglieder, die dem Verein nützen, indem sie mit ihren nicht finanziellen Beiträgen dem Verein beim Erreichen seines Vereinsziels mehr helfen, als dies die Zahlung eines (geringen) Mitgliedsbeitrags tun könnte, von eben diesen Beiträgen zu befreien, erscheint mir als objektiv sinnvolle Maßnahme im Sinne des Vereinszwecks, und sollte somit aus meiner Sicht auch nicht die Gemeinnützigkeit des Vereins gefährden können.

Die von dir vorgeschlagene Einführung einer “Kudos” Währung die für Gegenleistungen des Vereins wie Anrechnung an Mitgliedsbeiträge eingetauscht werden könnte wäre in diesem Lichte vielleicht eher problematisch. Dies ist aber nicht was ich im Sinne hatte und ich unterstütze diese Idee nach meinem derzeitigen Wissensstand nicht.

Bitte versuch mir nochmals zu erklären, warum du das anders siehst. Ich konnte das aus deinen bisherigen Beiträgen leider nicht raus lesen.


#25

Ja.
Mir ist lieber ein Beitrag mit Substanz als 10 Beiträge ohne Nutzen.
Dabei wird ja auch auf einen Mitgliedschaftsstatus Bezug genommen
und keine Tätigkeit, die den Erwerb der Mitglieder fördern könnte.
Ehrenmitgliedschaften stehen oft am Ende einer langjährigen,
verdienstvollen Vereinskarriere und sollen ihrer Idee nach
Anerkennung vermitteln.
Anders sieht dies bei a.o. Mitgliedern aus, die in aller Regel zur
Probe aufgenommen sind oder nicht die Voraussetzungen für eine
ordentliche Mitgliedschaft vorweisen können, denen man aber dennoch
Zugang zu Vereinseinrichtungen gewähren möchte.
Solange damit nicht die Förderung des Erwerb der Mitglieder in
Zentrum rückt, wird dies auch in Ordnung sein. Dazu gibt es
Judikatur.
Das fiele eher unter Abgeltung von Aufwand und Leistungen. Das muss
man sich am konkreten Modell anschauen.
Was hattest exakt Du dann im Sinn? Ziel war doch, die Mitarbeit
durch Prämien zu belohnen, die auf die Beiträge anzurechnen wären.
Ich kann momentan nicht folgen, worauf Du hinaus möchtest.


#26

Mein Ziel ist die Einführung von Mitgliedsbeiträgen mitsamt der damit erhofften positiven Effekte, wobei damit die zusätzlich zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel (auch aufgrund der extrem niedrigen angepeilten Beiträge) ganz unten auf der Liste landen.

Um

  • administrativen Aufwand,
  • Widerstand der wahlberechtigten Mitglieder und
  • disruptive Effekte auf das Vereinsgeschehen

möglichst klein zu halten, hätte ich mir eben für alle Mitglieder die dem Verein durch Beteiligung am Vereinsgeschehen nutzen (egal wie gering der Nutzen ist, ist er sicher mehr wert als die 1€ oder 5€ die wir als Mitgliedsbeitrag einheben wollten) möglichst großzügig Ausnahmen von der Entrichtung der Mitgliedsbeiträge gewunschen.

Das mit Mitarbeit durch Prämien zu belohnen und diese Prämien auf die Mitgliedsbeiträge anzurechnen kam soweit ich das sehe eher von dir, bzw. jedenfalls nicht von mir…


UPDATE: @erich Wenn du der Meinung bist, dass mein Vorschlag Mitglieder die dem Verein durch ihre Beteiligung nutzen, anhand klar definierter Bedingungen:

  • mehr als x Posts im Forum / auf der Mailingliste im definiertem Zeitraum
  • mehr als x Links zu Funknetzknoten die nicht ihm gehören

von diesen minimalen Mitgliedsbeiträgen zu befreien problematisch für die Beibehaltung der Gemeinnützigkeit des Vereins ist, bitte ich dies genauer auszuformulieren.

btw. steht in unseren Statuten bereits, dass wir unseren Vereinszweck unter anderem durch “Erträge aus Veranstaltungen und Dienstleistungen des Vereins” finanzieren wollen. Wenn das die Gemeinnützigkeit nicht behindert, wieso sollte dann ein ausschließlich von das Funknetz belastetenden Teilnehmern eingehobener Mitgliedsbeitrag die Gemeinnützigkeit behindern?


#27

Im Prinzip ist das einheben eines Mitgliedsbeitrags eine idee, auch das rein symbolische wäre nett. zb dann nur die zahlenden alles volle mitglieder zu sehen, die dann bei gv,… abstimmen dürfen. Problem: das einheben und nachlaufen wenn jemand nicht zahlt. Wir hatten das problem woanders, dass nach statuten ein Beitrag einzuheben sei und das muss man dann exekutieren. Auch strafen bei nicht erscheinen zur gv und damit der stimmfähigkeit machten dann probleme: entweder ich ignoriere das nichtzahlen oder ich muss die Forderung exekutieren…

Zusätzlich ist das zurückerstatten für Leistung (beteiligen) uu auch ein Vereinsrechtliches Problem auch wenn es da um kleine Beiträge geht. Auch da kenne ich einen Fall wo die Finanz dann genau nachgeschaut hat weil eine Geldleistung im Gegenzug gegen Tätigkeit,… als Einkommen (wenn auch klein etc) gewertet wurde und das extra Versteuert werden sollte. Die Bücher wurden geprüft, die Statuten etc etc.
Sowas muss man gut überlegen.
Variante die OK ist: Schenkung. Diese aber aus einfachheitsgründen bei der GV abholen damit man gegenzeichnen kann diese erhalten zu haben; Alle die zur GV kommen haben so einen Teil oder den gesamten Mitgliedsbeitrag zurückbekommen (ohne gegenleistung!)

Aber Mitgliedsbeitrag ist auch ok, Betrieb kostet ja auch


#28

Mich interessiert das Thema auch, aber nur insofern, als dass wir konstruktiv pro und contra Punkte sammeln und dann daraus diskutieren ob es sinnvoll wäre oder nicht bzw. daraus evtl. gar andere Ansätze Ideen entstehen. So ist es auch transparent wenn die Frage wiederholt gestellt wird ohne die Diskussion erneut zu beginnen.
(Diese langwierigen Diskussionen die am Ende doch wieder zur Ursprungsfrage verweisen, bringen uns allen nichts, ausser Zeit und Nerven Verluste…)

Warum überhaupt Mitgliedsgebühr:

  • Zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfolgung des Vereinszwecks (Für? Beispiele…)

Pro Mitgliedsgebühr:

  • Bereinigung der Mitgliederliste, und dadurch potentiell bessere Organisation des Vereins.
  • Höheres Wertgefühl des Vereins bei manchen Mitgliedern (zum Teil auch unterbewusst)
  • Möglichkeit aktive Mitglieder und User die das Funknetz bereichern durch Befreiung von den Gebühren zu belohnen (und damit zu motivieren)
  • Durch die vorherigen beiden Punkte könnten sich potentiell weitere Mitglieder finden, bzw. bereits existierende sich zukünftig mehr engagieren

Contra Mitgliedsgebühr:

  • Administrativer Aufwand
  • Mitglieder von denen Mitgliedsbeiträge gefordert werden könnten aussteigen
  • Mitglieder denen die Tatsache, dass Mitgliedsbeiträge eingefordert werden, gegen ihre Idiologie widerspricht könnten aussteigen oder sich künftig weniger einbringen.
  • Abklärung der Steuerpflicht gewisser Konstruktionen.

Bitte um eure kurzen Einzeiler für die Listenelemente, ihr könnt auch gerne direkt meinen post bearbeiten…
Danke! :slight_smile:


#29

Hallo Leute!

Grundsätzlich finde ich die Idee einer (geringen) Mitgliedsgebühr sehr sinnvoll.
Sie hebt sicherlich die (persönliche) Wertigkeit des Vereines.
Weiters würde es sicher auch einen bereinigenden Effekt für "Mitgliedsleichen " haben.
Wie dies aber mit der Gemeinnützigkeit des Vereines und vor allem was dies steuerrechtlich alles bedeutet,
muss sicher vorher genau abgeklärt werden.
Weiters kommt mir auch noch in den Sinn, ob wir dann nicht auch als Internet Service Provider, im grösseren Sinn gelten, und dann Verpflichtungen wie eine ev. Vorratsdatenspeicherung zu leisten haben…

LG
Leo


#30

Bei unserem mittlerweile aufgelösten Verein Funkfeuer Weststeiermark hatten wir beschlossen, nicht um Förderungen anzusuchen, sondern stattdessen einen Mitgliedsbeitrag zur Finanzierung des Internetzugangs einzuheben. Das hatte allerdings dazu geführt, dass der Obmann von Nutzern als “Internetprovider” gesehen wurden, den man wegen jedem Schluckauf mitten in der Nacht mit “mein Internet geht schon wieder ned” angerufen hat. Das Motto “Wir sind das Netz” und dass das Internet nur ein Nebenprodukt ist, hat so gut wie keiner verstanden. Es war seitens der Mitglieder kaum bis gar kein technisches Verständnis und auch keine Bereitschaft sich das anzueignen vorhanden. Der Mitgliedsbeitrag für das Jahr war im Vergleich zu einer normalen Internetprovider-Grundgebühr LÄCHERLICH gering, trotzdem musste man jedem nachlaufen und bitten und betteln ihn doch endlich einzuzahlen.

Ich würde dringend von einem Mitgliedsbeitrag abraten, und über andere Formen der Finanzierung nachdenken.


#31

Ich bin sehr positiv überrascht von den vielen Rückmeldungen zum Thema!

Das zeigt es beschäftigt doch mehr Leute als nur @erich und mich :wink:

Zum Thema steuerrechtliche Probleme: So wie ich das sehe, könnten wir nach unserem derzeitigen Statut die Höhe und eventuelle Befreiungen von der Zahlung einfach in einer (sowieso überfälligen) Geschäftsordnung regeln, und müssten die Statuten dafür nicht verändern. Nachdem soweit ich das verstanden habe für die Beurteilung der Gemeinnützigkeit nur das Statut herangezogen wird dürfte dies keinen Einfluss darauf haben.

Zum Thema Voratsdatenspeicherung: Diese ist (war?) rein von der Teilnehmerzahl des Netzwerks abhängig, und nicht davon ob und wieviel die Teilnehmer dafür bezahlen.

Zum Thema erwartete Gegenleistung: Was ich so vom aktuellen und auch früheren Vorständen und Betreibern von zentralen Knoten gehört habe gibt es auch jetzt ohne Mitgliedsbeiträge Teilnehmer die frech genug sind Leistungen einzufordern. Da muss man in einer Gesellschaft unserer Größe und Hetorgenität drüber stehn (und darf Mitgliedern bei denen die Gefahr besteht keine Telefonnummer geben), sonst bleibt man wohl nicht lang dabei… Wobei du natürlich recht hast, Mitgliedsbeiträge verschlimmern dieses Problem vermutlich. Aus meiner Sicht überwiegen aber die Vorteile, und wenn man im Informationsmaterial bezüglich der Einführung von Mitgliedsbeiträgen dementsprechend darauf hinweist, dass der Vereinszweck nicht die zur Verfügung Stellung eines möglichst unterbrechungsfreien Internetzugangs für seine Mitglieder, sondern die Erforschung und Weiterentwicklung von Übertragungstechniken ist, kann man das Problem glaube ich minimieren.

Bezüglich administrativer Aufwand & Zahlungspflichtigen nachlaufen: Erstens, ich würd mich freiwillig dafür melden das zu übernehmen. Zweitens, ich glaube wenn man sich dementsprechende E-Mail-Vorlagen dafür bereitlegt:

  1. Info
  2. Erinnerung
  3. Mahnung & Androhung des Ausschlusses vom Verein
  4. Bitte an den Vorstand Mitglieder die auf 1-3 nicht (positiiv) reagiert haben gemäß den Statuten auszuschließen

Dass das dann durchaus ein vertragbarer Aufwand ist. Besonders wenn man die Ausnahmen (zumindest am Anfang) ausreichend großzügig formuliert, sodass nur relativ wenige Personen tatsächlich betroffen sind.


#32

Ich wäre, wenn ihr einen Mitgliedsbeitrag einhebt nicht mehr dabei. Ich war/bin eigentlich gerade dabei bei meinen Node wieder herzurichten. (Die Internetanbindung habe ich nie gebraucht es war eigntlich ein reines “Hobby”, hatte immer meinen eigenen Anschluss)

Falls es am Gelt scheitert (??) muss ich @dadaniel zustimmen, dass man in andere Form zu Geld kommen kann z.B könnte man das Housing konkurrenzfähig machen (DNS reseller, reine Webseiten, web-interface? etc) mir würde da noch so einiges einfallen.


#33

@axel danke für deine Rückmeldung. Gehts dir dabei darum dass du generell Mitgliedsbeiträge für ungerecht und gegen deine Idiologie eines freien Netzes wiedersprechend siehst, oder darum, dass du persönich keine MItgliedsbeiträge zahlen möchtest.

Falls es der 2. Grund wäre, wäre deine Teilnahme dann ja nicht inkompatibel mit Mitgliedsbeiträgen inklusive ausreichend großzügiger Ausnahmen die dich als aktiven Teilnehmer der sich an der Community beteiligt von den Mitgliedsbeiträgen befreien würde, oder?

p.s. Lass dich bitte nicht von unserer Diskussion von deinem Node-Revival abhalten, ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass am Ende unserer Diskussion tatsächlich die Einführung von Mitgliedsbeiträgen stehen wird. Es geht (glaube ich) sowohl @erich als auch mir eher um eine verbesserte Organisation die wir uns dadurch erhoffen als die finanziellen Mittel die durch einen Mitgliedsbeitrag von 1€ oder 5€ pro Jahr reinkommen würden.