Internet an Ukrainer freigeben, thx ##

Hallo funk-experten,

wir möchten das ukrainer die in der nähe eines kumpels wohnen,
kostenloses zugang zum inet haben, wie in einem hotel, restaurant etc,
dort ist free wlan eh fast zum standard geworden.

empfang usw. alles top,
da er sowieso schon ubiqity access points benützt.
(er hat glasfaser von wien-energy 500, er selbst benötigt vl. 50^^)

wie kann er das am besten umsetzen?
einfach wlan ohne passwortß?, (natürlich über eigenen router, netzwerke sind getrennt und mittels qos geregelt)
funkfeuer alles super, jedoch kann man an diesen „alten“ ubiquity keinen vpn oder so eintragen,
dafür ist er leistungsstark (2,4ghz)

geht vor allem an die rechtliche frage;
das wlan reicht ca. 100 meter,
aber was würde der funkfeuer vpn anders machen, als wenn mein kumpel ein wifi ohne passwort,
für gäste betreibt, auch der vpn von funkfeuer wird im schlimmsten fall die daten freigeben.

ps. es geht rein um das offfene „gastnetzwerk“, ja in einem gäste-wifi sehen sich die geräte untereinander, was soweit nicht das thema sein soll, sondern obige thema. thx

kurze technikfrage;
er will für den freien zugang seinen älteren ubiquity-access point verwenden,
diesen die ip 192.168.0.1 geben, sodass von außen keiner auf sein modem kommt,
dieses hat naturgemäß die 0.1 und kann nicht geändert werden, und ja der free-zugangs-router hängt wiederrum auch an einen eigenen router nicht direkt am modem. (wäre diese konstellation so korrekt)

thx für vorschläge etc,
und schönes wochenende

Vorneweg: Oh! Diese Glasfaser-Angebote seit 1.5. sind ja wirklich schon sehr brauchbar! (für jene die im Ausbaugebiet liegen :slight_smile:

Echtes FTTH das nicht erst wieder DSL-like gedrosselt daherkommt und eben auch symmetrisch.

Wusste gar nicht, dass die Wien Energie jetzt auch Consumer bedient. Hatte noch Erinnerung, dass sie als blizznet zwar Businesskunden akzeptieren
(https://www.wienenergie.at/business/produkte/telekommunikation/blizznetbusinessinternet/) aber das Privatkundengeschäft „Resellern“ (via OAN) überlässt.

Hallo Hans, willkommen! :wave: Im Forum ist es recht ruhig geworden. Wir nutzen (u.a.) auch https://matrix.to/#/#funkfeuer-wien:matrix.org, tendentiell schnelleres Feedback, doch flüchtiger Charakter. (Da gabs auch einen Hinweis auf diesen Tweet https://twitter.com/DerWandel/status/1506564495396716546)

Euer Ansinnen finde ich sehr gut. Helfen wo es gebraucht wird und sharing is caring! – Auch in der Vergangenheit haben 0xFF-Aktivisten in einer temp. Unterkunft für Geflüchtete offenes WLAN (bzw mit pwd am Aushang) betrieben. Bei Freifunk in DE ist das weit verbreitet.

„Rechtlich…“: Abgesehen von der Einhaltung der AGBs des Netzbetreibers:

https://dokumente.wienenergie.at/wp-content/uploads/20220501_AGB_SS_TV_Festnetz.pdf

…die man als Vertragpartner ja akzeptiert hat, ist halt die rechtliche Situation schon so, dass Du bei mehr oder weniger groben Unfug der vermeintlich über deinen Internet-Anschluss passierte, auch erstmal Du dafür verantwortlich gemacht wirst.

auch der vpn von funkfeuer wird im schlimmsten fall die daten freigeben

genau, wenn der beanstandete Traffic nach außen hin nicht von einem Wien Energie-Kunden kommt, sondern über einen VPN-Tunnel, so werden die Kontaktdaten halt nicht aus deren Kundendatei an die Berechtigten weitergegeben sondern eben aus den Aufzeichnungen bei 0xFF (Redeemer https://portal.funkfeuer.at/). Da ist der Realname vermerkt. 0xFF ist kein Anonymizer.

Ich lernte: der mitgelieferte GPON CPE/WLAN-Router ist ein genexis Pure-F500 (Pure - Genexis)
https://genexis.eu/content/uploads/2020/10/Pure-Fiber-Series-Datasheet-V2.1-EN.pdf

…und die CPE Firmware basiert wohl auf OpenWRT (About us - IOPSYS | IOPSYS / IOWRT · GitLab)

Bekommt man dort eigentlich root-Rechte?

( Vom Betreiber ist es jedenfalls fernkonfigurierbar.
| Management via TR-069, CLI, DHCP/TFTP/SNMP and/or Cloud
Fürs WLAN scheints keinen „Hardware“-Switch zu geben. meh

„With GenXOS, the service provider benefits from a proven software platform and is able to add modules based on openWRT standards independently at the same time. The Pure can be connected to cloud solutions such as CloudSight, making the life of the ISPs helpdesk easier, while supporting WiFi analytics and self-help via a mobile APP as well.“)

Du schreibst von QoS. Kann das Ding denn traffic shaping?

empfang usw. alles top,

scheint als wär ausreichend Abdeckung. Welche Ubiquiti-Accesspoints kommen zum Einsatz?

Vielen Dank für die ausführliche Recherche!

Was mich brennend interessieren würde ist, ob es bei den Endkundenanschlüssen von „Wien Energie SuperSchnell“ auch IPv6 Konnektivität gibt. Bei Blizznet Business ist das nämlich standardmäßig nicht der Fall und wird in der http://dokumente.wienenergie.at/wp-content/uploads/leistungsbeschreibung_blizznet_businessinternet.pdf auch nicht erwähnt.
Auf Nachfrage gibt es ein /64 aber leider nicht mehr.

Bei „SuperSchnell“ weiß ich von einem Fall, wo die Wien Energie so nett war, dass auf das CPE verzichtet werden konnte und das GPON Modul direkt in einen eigenen Router/Switch gesteckt werden durfte.

ah ja, das ist cool.

Ansonst schreiben sie noch in der o.g. Bedienungsanleitung ganz am Schluss:

Wenn Sie lieber Ihren eigenen WLAN-Router verwenden möchten, kontaktieren Sie uns bitte!

bezogen aufs WLAN.

thx erstmals für die infos,

wie gesagt it-techniker ist der kollege selbst;
d.h. Technisch ist soweit alles gut👍

eher geht es um den datenverkehr,
der über ihn geht.

Weiß jemand wie das gasthäuser,mcdonad, usw. eig.alle ja auch mein frißor hat offenes wlan.
Ist ja auch für gäste das beste.

Anders gefragt viele die von den dingen ahnung hat können wenn sie unbedinvt wollen in jedes normal abgesicherte wlan „eindringen“ und die oben erwähnten verbote dinge machen gegen it-profis kann ein normaler bürger eh nix machen.

Bzw.jedes im netzwerk vorhandenes gerät, egal ob staubsauger,glätteisen oder soundbox kann vom hersteller anderweitig verwendet werden kan…, da hat der normale user/benutzer 0,0 einblick was da drüber läuft, somit kann man den user auf nicht verantwortlich machen, gerade bei so vielen apps usw…

vl. Ist jemand dabei der sich in der richtung auskennt;
mein kollege möchte einfach bisschen helfen
und den leuten einfachsten zugriff aufs www ermöglichen, das wlan geht eh nur ca. 100 metern jedoch besser als nichts👍

hmm, wenn ich das richtig deute, dann spricht AS29287 Wien Energie GmbH v6 zu 96% nur mit AS1764 Next Layer. Scheint der ziemlich liebste Peering Partner zu sein.

(Das Logo von genexis.eu schaut auch wie das von der Next Layer aus, aber wir schweifen ab :slight_smile:

Bei der heimischen Gastronomie hat sich zB Anbieten › Freewave - Gratis WLAN ziemlich etabliert, die machen das für die Lokale kostenlos und sind dann auch die dafür Verantwortlichen.

Dass der Kollege eh IT-affin ist, war mir nicht so klar. Wahrscheinlich hast dich auch bereits mit jemand über 0xFF unterhalten. Die Fragen kommen ein bissl vermischt und auf unterschiedlichem Niveau daher. Klar gibt es die rechtlichen Aspekte, die Netzwerktechnischen (Aufspannen getrennte Netze, shaping?) und Funktechnischen (Optimierung der Antennen, Frequenzen, Außenkanäle).

Ich persönlich finde natürlich offene Netze als geteilte Infrastruktur gut, besonders dann wenn sich echter Bedarf abzeichnet. Bei der q/uintessenz hatten wir schon 2003 im Hof des MQW den ersten q/spot betrieben. Die damaligen Aktivitäten waren dann übrigens auch der Auslöser in Folge den Verein FunkFeuer „as we know it“ ins Leben zu rufen. Auch das Metalab hat schon seit 2006 durchgehend offenes WLAN, das auch auf der Straße genutzt werden kann. Dort wo ich wohne aber, unterstell ich, haben ohnedies alle ihr eigenes Netz. Das eingerichtete Gästenetz bei meinem LTE-Router kommt bestenfalls auf Reisen zum Einsatz.

(WLAN mit aktuellen Verschlüsselungsmethoden ist jetzt kein so ein Scheunentor wie dein Kommentar andeutet)