Komplizierter Mastaufbau - Stiegenhaus Gerüst?

Hallo Leute!

Den Knotenaufbau an meinem neuem Wohnort in Kapellerfeld hab ich leider noch immer vor mir hergeschoben, obwohl ich mitlerweile schon ein paar Jahre hier wohne.

Ich habe mittlerweile ein CAT6e Kabel am Dach liegen, das hab’ ich vom Photovoltaik-Installateur mit machen lassen. Aber der Aufbau eines Funkmasts zur Montage von Antennen birgt leider noch einige weitere Hürden.

Nachdem ich keinen Schornstein habe und den Mast gerne in der Mitte des Dach’s an der Wand zum Nachbarn (Doppelhaushälfte) hätte, ist die einzige Möglichkeit der Fixierung, die ich sehe, das Dach zu öffnen und den Mast an der Wand im Stiegenhaus zu verankern.

Was sowohl wegen der Gefahr das Dach undicht zurück zu lassen, als auch wegen der extremen Höhe des Stiegenhauses problematisch ist, hier ein Foto zur Veranschaulichung:

Um die Antennen möglichst hoch aufhängen zu können, ohne dafür einen komplizierten klappbaren oder ausfahrbaren Mast zu benötigen, würde ich diesen gerne möglichst Nahe am Giebel platzieren.

(Auch weil ich mir damit glaube ich am unwahrscheinlichsten einen Schatten auf meine Photovoltaikpanele werfen würde. Diese Wand zum Doppelhaushälften-Nachbarn sieht von mir aus gesehen nach Norden)

Hat vielleicht irgendjemand hier Erfahrungen mit solchen komplexen Mastaufbauten, oder kann mir Handwerker empfehlen die man dafür beauftragen könnte?

Hab mir letztens deine Panorama-Aufnahmen angesehen und wurde erst noch von den vorbereiteten Anschlaghaken überrascht. Klar, zur Montage einer PV (wie damals beim Nachbarn zu sehen, auf GMaps-Bildern mittlerweile auch bei dir) macht das natürlich voll Sinn. – Gute Lösung hab ich leider keine. Ich wollte eigentlich nur einwerfen, dass man sich auch Steiger für einen halben Tag oder Tag leihen kann. Das sollte halbwegs bezahlbar sein. Von solchen Gelenk- oder Teleskoparbeitsbühnen gibts auch Varianten als recht gut manövrierbare PKW-Anhänger. Eine Höhe von 11/12+m ist da durchaus drin. – In deinem Fall wäre ein Mast an der südseitigen Stirnwand wegen Abschattung der PV ja eben nicht gut. Aber auch ein Mast am First in der Mitte des Dach per nachträglichem Aufbruch der Dachhaut wär mir persönlich ein zu hoher Aufwand. a) Die Rundumsicht ist schon ganz nett aber sie ist auch nicht so überragend gut/hoch/zentral gelegen. b) Die Zugänglichkeit der Antennen am Mast wird wohl immer schwer sein. – Vielleicht ergibt sich mal etwas in der unmittelbaren Nachbarschaft wo Du zB mit einer kleinen 60GHz-Antenne (á la nRay) von einem Fenster oder von der PV eine Stichleitung ins Funknetz schaffst…

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Hallo Peter!

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Die Montage eines Antennenmastes an der südlichen Außenwand wäre nicht nur wegen der Verschattung für die Photovoltaikanlage unangenehm, sondern auch wegen der Wärmedämmfassade nicht gerade unkompliziert in der Umsetzung.

Du hast natürlich recht, mein Standort ist jetzt nicht so besonders umwerfend toll für einen Funkfeuer Knoten geeignet, dass es den großen Aufwand rechtfertigen würde. Aber es ist mein Standort und mein Aufwand. :wink:

Aus den Fenstern sehe ich leider nur je eine Hand voll Häuser. Manche davon wohl durchaus mit einfacheren Montagemöglichkeiten, aber nachdem ich selbst Leute die schon gut kenne nicht ausreichend von Funkfeuer überzeugen konnte um daran teilnehmen zu wollen, werd ich mir unbekannte Nachbarn auch kaum überzeugen können. :wink:

Und meine Frau hätte wohl auch ein Problem damit, wenn ich ein Fenster mit einer Funkfeuerantenne verbauen würde. :wink:

als bekennender alles-selber-macher mit Altbau(ten) würde ich mal sagen - machbar! :hugs:

mit Professionisten und bei einem neuen Haus wüsste ich da aber auch nicht wie - aber wie du schon sagst wird wohl das problematischste die Dachdurchführung sein und das würde ich dann wohl mal als erstes mit einem Dachdecker abklären bzw. beurteilen und Kosten schätzen lassen, weil das wohl sicher der grösste Posten sein wird. innen ein schnelles Gerüst ins Stiegenhaus stellen sollt nicht so ein Problem sein, genau so wenig die Montage an der Wand - die Frage halt was man dann mit dem montierten Mast an der Innenwand macht. Trockenbau eckig verkleiden? gibts da Freigabe von der Frau? :wink:

cheerz.

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Ja, so hätte ich das geplant, also mit Alu Kanten einen Käfig drum rum basteln, Gipsplatten draufschrauben, verspachteln und mit weißer Wandfarbe drübermalen.

Das hab ich auch mit meiner Frau so besprochen, begeistert ist sie natürlich nicht davon aber es ist akzeptabel. :wink:

Sie macht sich dabei vor allem Sorgen um die Dachhaut, dass das garantiert wieder dicht ist nachher. Aber ja ich werd mal schaun was ich für Dachdeckerbetriebe in der Umgebung finde und mal bei ein oder 2 Anfragen ob sie mich da unterstützen könnten.

Verständlich aber so eine wAP 60G (als Beispiel) wäre schon ziemlich klein und unauffällig. Klar braucht es auch noch eine ordentliche Montagemöglichkeit. Insbesondere als Alternative zu einer großen Lösung mit Aufbrechen der Dachhaut, Mastmontage im Stiegenhaus und trotzdem mit sehr bescheidener Zugänglichkeit der Antennen zu Wartungszwecken, zur Neuausrichtung oder Umrüstung. Klar, eine Alternative wäre es nur wenn es in Sichtweite einen Node-Partner gäbe.

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Zu berücksichtigen: Ohne ausreichende thermische Isolierung wirkt der Mast (an hoffentlich dichter Durchführung) als Kältebrücke. Kondensation im warmen Stiegenhaus bei kalter Außenluft ist nicht unwahrscheinlich. Feuchtigkeitsspuren wären unschön, Schimmel recht fatal. Noch dazu wenn die Stelle nur mit einem Hilfsgerüst erreichbar ist. Würde mir vom Professionisten versichern lassen, dass er Probleme ausschließen kann. Wenn das Projekt in Eigenverantwortung passiert, muß man dafür natürlich selbst grade stehen.

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Uje… stimmt… daran hatte ich bisher nicht gedacht… Ach her je… Vielen Dank für den Hinweis…

Also zwischen der Gipsplatten-Verkleidung und der Mastverankerung ein Dämmmaterial einplanen.

Primär würd ich die Isolierung am Mastrohr direkt anbringen, ordentlich dick. So á la https://local.armacell.com/de/armacell-deutschland/produkte/afarmaflex/ – Möglichst das Vorgehen mit jemand „vom Fach“ abstimmen.

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https://www.amazon.de/dp/B01CRRVDB8/ref=cm_sw_r_cp_apa_glt_i_HF0Y2SMWE4KR9AHGNKCF?_encoding=UTF8&psc=1 wie wäre es mit einer Dachsparrenhalterung? Da musst du nur eine Kabel Durchführung unters Dach machen und der Mast wird unter den Schindeln verankert. Somit hast du auch keine Kältebrücke .

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Oha, wusste gar nicht, dass es sowas gibt!

Bleibt die Frage, wieviel Windlast das dann aushält, wenn man’s „nur“ in den Holzträgern des Dachs verankert, statt in der Ziegelwand darunter.

Aber das würde das Projekt jedenfalls deutlich vereinfachen, ja!
Vielen Dank für den Link! :slight_smile:

Ausgelegt sind die Dinger auf eine Satschüssel. Wennst eine nimmst die mehrfach verzweigt ist sicher kein Problem. Wenn nicht die günstige montieren, ausrichten, Versiegelung am T Stück abschleifen und 2,3 Schweißpunkte pro Seite setzen…versiegeln und fertig. An den Sparren ist das ganz schön fest da ja die Dachkast direkt darauf wirkt. Gibt teilweise auch Dachziegel von den Herstellern die die Durchführung haben und zum Rest vom Dach passen…nur die Tülle aufsetzen und fertig.

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Ja, so Dachsparrenhalterungen sind standard/sehr üblich bei solchen Stummelmasten für Sat-Anlagen wie sie besonders auf Dächern von Einfamilienhäusern vorkommen. Sehr wahrscheinlich wurde das auch bei den Sats der Nachbarn von @kaefert so realisiert. Es gibt halt nur bescheidenen Spielraum für allfällige Mastverlängerungen. (edit: sonst wird der Hebel zu groß)

(Im Metalab verwenden wir einen solchen Sat-Halter von Kathrein bei dem kräftige Klemmen angeschweißt wurden, als nicht-invasive Falzdachhalterung. Geht gut.)

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Bezüglich Masterweiterung/Verlängerung… Habe bei einem Freund vor Jahren sowas in der Art montiert…da passen dann 2-3 Schüsseln drauf ohne viel Mehraufwand.

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