Neuer Knoten Wien 13 Speising


#1

Hallo!

Ich bin neu bei Funkfeuer und würde gerne mitmachen, indem ich einen neuen Knoten erstelle. Ich habe mir in den letzten Wochen schon etwas Wissen angelesen mit dem ich schon einiges an theoretischem, aber noch kein praktisches, Know-How besitze.

Die Adresse ist Hofwiesengasse 28, der Zugang zum Dach ist einfach möglich und ein Masten ist, mit einer SAT-Schüssel und einer terrestrischen Antenne bestückt, schon vorhanden. Es ist ein Flachdach mit toller Sicht auf das ORF-Zentrum.

Eine Messung mit meinem Laptop hat ergeben, dass ich ein ca. -78 dBm starkes Signal von 220deg.ozw und ein ca. -84 dBm starkes Signal von gob34 empfange. Da ich keinen Maßstab habe, würde ich gerne wissen ob das ausreicht, um sich dazu zu verbinden.

Ich hätte als Setup ein EdgeRouter-Setup mit zwei NanoStations (für den Anfang) im Sinn, da das für mich am einfachsten ausschaut; ist das realistisch?

Auch würde ich gerne wissen, wie man die Verkabelung am besten löst, wenn ich mit dem Kabel durch die Wand gehe, um im Haus den Router zu platzieren.

Sonstige praktische Erfahrungen und Dinge die ich unbedingt beachten sollte wären auch gut.

Danke!

Kurz:
Adresse: Hofwiesengasse 28
Mast vorhanden
gob34 und 220deg.ozw empfangbar






#2

Zwar wage ich nicht zu hoffen, aber wenn Du nun eine weitere SSID im Osten siehst, bitte um Rückmeldung.

Zur Verkabelung: RJ45-Flachband-Fensterdurchführungen sind zwar sehr schlecht geschirmt, aber zum Testen manchmal hilfreich. Auf den Fotos sieht man auch graue Kabel, die in das Unterputzrohr gehen - ist das die Verkabelung vom Sat? Die schaut aus, als wäre da noch etwas Platz. Ich würde ein Kabel pro Antenne nehmen und nicht, wie bei der Nanostation noch möglich, PoE durchschleifen - wenn neueren Geräten der Port fehlt, könnte es nach einem Austausch Probleme geben.

Der Mast selber schaut für mich auf den ersten Blick trotz der mauerfesten Verankerung nicht allzu vertrauenserweckend aus: Ich vermag keinen Anschluss an den daneben befindlichen, niedrieger gelegenen Blitzableiter zu erkennen. Was sagt da der Elektriker dazu? Das Rohr scheint unter 60mm Durchmesser zu haben, und, wenn da nicht noch ein dritter Halter am Rand zu sehen ist, wird die Windlast eine nette Hebelwirkung haben. Wenn das eine Gemeinschaftsanlage ist, würde ich daran nichts machen wollen, sondern daneben.


#3

Hi Georg,

willkommen bei Funkfeuer! :slight_smile:

Gleich vorweg, verbinde ich nicht mit NanoStations an Nodes, zum Anbinden nimm lieber etwas mehr gerichtetes mit ordentlichem Reflektor wie z.B. Nano-/Power-Beams. Wegen der vielen Störsignale empfiehlt es sich ebenfalls die Antenne soweit als möglich abzuschotten bzw. Isolieren. Je mehr die Antenne sehen kann, desto mehr kann sie auch gestört werden wodurch Verbindungen schwächer werden.
NanoStations würde ich eher zum weiteren Verteilen verwenden, wo du nicht weisst, wer von wo sich daran anhängen wird, als mich damit an einen Knoten anzubinden. NanoStations haben nämlich einen sehr breiten Ausgangswinkel und nicht wirklich einen gescheiten Reflektor weswegen sie auch “gerichtete Omni” genannt werden. Zum allgemeinen Scannen sind die ganz gut und auch wenn du nicht genau weisst, wo die Gegenstelle ist. Sobald dir bekannt ist, wohin du dich verbinden möchtest, würde ich dir daher mehr zu stärker gerichteten Antennen raten, deren Ausgangswinkel so gering wie möglich ist.

Link zu gob34 sollte machbar sein. OZW sowieso.
Bei Signal musst du auch auf Rauschen(Noise) achten, wichtig ist, dass zwischen Signal und Rauschen möglichst viel Abstand voneinander ist. Grob gesagt ist Signal bei etwa -80 -70 ganz ok um eine Verbindung aufzubauen. Mit Antenne wird das vmtl. auch besser sein als allein mit Laptop.

Hast du Sicht zur Waldvogelstrasse bzw. Egon-Schiele-Gasse? Habe dort einen Interessenten der Sicht in deine Richtung hat aber zum OZW leider nicht.

Bzgl. Verkabelung hast du doch eh bereits den Panzerschlauch fotografiert wo die Kabel der bestehenden Antennen durchgehen. Spricht etwas dagegen da ein weiteres Kabel einzuziehen?

Donnerstag Nachmittag bin ich vmtl. in der Waldvogelstrasse und könnte einen Sprung vorbei schauen wenn du magst?

LG Christoph


#4

Habe meinen Knoten am Rosenhügel nicht weit weg vor dir zum OZW.
Aktuell gibts zwei runde/gute Setups.

  1. Eher Closedsource und teurer (160Eur?) mit EdgeRouter und Nano-/Power-Beams/LightBeam.
  2. Eher Opensource und günstig (60Eur?) mit Openwrtrouter und LightBeam.
    Falls dich die Variante mit Openwrtrouter interessiert kann ich dir gerne helfen.
    https://forum.funkfeuer.at/t/beispiel-kleiner-und-guenstiger-funkfeuer-knoten-mit-litebeam-und-lede-router/60

#5

Danke für die Rückmeldungen!

Das ich statt NanoStations etwas gerichteteres verwende klingt sinnvoll, und werde ich in meinen Plan aufnehmen. NanoBeams sind dazu auch noch etwas günstiger und besser montierbar sowie ausrichtbar.

Der Mast ist über die Dachwanne mit der Erdeung verbunden, also sollte das kein problem sein. Der Mast ist ziemlich sicher keine 60mm stark, aber ich habe sonst nicht wirklich Möglichkeit etwas zu montieren.

Den Abstand von Signal zu Rauschen (die SNR; wenn ich das richtig verstanden habe) muss ich noch bestimmen bzw. herausfinden wie man diesen bestimmt. Brauche ich dazu schon einen AP oder geht das noch mit dem Laptop?

Denn ich habe z.Z. noch kein Gerät in meinen Händen mit dem ich arbeiten könnte.

Zur Waldvogelstraße/Ergon-Schiele-Gasse sind ein paar Bäume im Weg, die mir die Sicht versperren. Da weiß ich nicht wieviel das ausmacht.

Bei den Kabeln würde mich interessieren was für Kabel ich verwenden soll, und ob es sinnvoll ist, die Stecker auf die Kabel selber zu crimpen, oder ob ich fertige besorgen soll (auch mit den Gedanken ans Einziehen und Erden der Schirmung gerichtet).

Nocheinmal Danke und Danke im Voraus


#6

Industriell gefertigte Patchkabel und dazu passende Dosen würden Dir sicherlich Ärger ersparen. Crimpen ist für weniger geübte Bastler eine vermeidbare Übung. Keystones, LSA, etc das Mittel der Wahl.

Ich bin kein Elektriker, aber meines Wissens sollte ein Blitzfänger mindesten 40 cm weit von der Anlage weggeführt werden. Lass Dich von einem dafür qualifizierten Fachmann beraten - es kostet weniger als der Schadensfall.

Dass der Mast unter 60mm Durchmesser hat, kann mit der Sat-Schüssel, die alleine schon etwas Windlast erzeugt, schon eine ziemliche Hebelwirkung auf die Länge erzeugen. Die kleinen Nanobeams, die mehr an Nanostations erinnern haben kaum Gewicht und sind rund - die würde das aushalten. Aber die für Deine Situation tauglicheren Powerbeams und deren Vorgänger haben doch etwas mehr Gewicht und bieten dem Wind Angriffsfläche.

Derjenige, der es montiert, wird es am Montageort besser beurteilen können - ich möchte nur, dass Deine Erwartungen nicht zu sehr von der Realität entfernt sind. Was in vielen Fällen sehr gut funktioniert, sind Kamineinfassungen. Die kosten im Eigenbau auch nicht die Welt und sind auf guter Substanz auch stabil. Die kleinste und unauffälligste Variante, wie sie ein Sat-Monteur bei mir gebaut hat, besteht aus Alu-U-Profilen und Gewindestangen.


#7

Bei den Kabeln würde mich interessieren was für Kabel ich verwenden soll, und ob es sinnvoll ist, >die Stecker auf die Kabel selber zu crimpen, oder ob ich fertige besorgen soll (auch mit den >Gedanken ans Einziehen und Erden der Schirmung gerichtet).

Bis 10m sind fertige Kabel ohne Schirmung für eine paar Eur eine gute Wahl.
Ich bin mit 220V bis zum Openwrtrouter der zugleich der Wlanrouter Inhouse ist gefahren. Von dort ca. 4m ohne Schirmung mit POE zur LightBeam. Windlaster der LightBeam ist nur ein paar KG. Zum OZW würde wahrscheinlich von deinem Standort schon ein Rundstrahler reichen…


#8

(Scherz:) So einer, Thomas? Siehe Hardware-Mods: https://wiki.openwrt.org/toh/tp-link/tl-cpe510


#9

Ja ja die Bastler :slight_smile: Fehlt nur noch eine Dose mit Alufolie.
Die Problematik der Rundstrahler für den Dauereinsatz sind ja bekannt.


#10

in alter norm war das so, dass man den masten mit (über blitzableiter geerdeter) dachwanne verbindet. in neuer norm sieht das wieder anders aus. die neue norm gilt sobald eine neue anlage/masten aufgebaut wird.
genauer möchte ich harald hayek zitieren:


#11

Hallo eorg_oz,

Wie schon davor geschrieben wurde, ist die Entscheidung des EdgeRouter-Setups sicher die einfachste und beste Wahl, deswegen verwenden wir diese auch im süden Wiens und nehmen von der Opensource Lösung abstand. Gerade im Bezug auf Sicherheitslücken ist Ubiquiti recht schnell beim Schließen dieser und man verliert durch das Aufspielen des ,Wizards" keine Garantie an den Geräten, im Gegensatz zu der Opensource Lösung.

Für die Antennen ist, wie Christoph schon erwähnt hat eine gerichtete Lösung zu bevorzugen für deine zwei, derzeit empfangbaren Punkte (zb airFiber, IsoStation, NanoBeam, PowerBeam inkl. ISO).

Für das Anbinden neuer Interessenten nehme ich gerne die sehr günstigen LiteBeam AC AP - 120. Diese macht 120° Abdeckung, hat kaum Windlast und bietet neuen Interessenten einen möglichen Zugang.

Bezüglich Router hast Du beim EdgeRouter Setup 2 Möglichkeiten:

1.) Den EdgeRouter (wie der Name schon sagt), dieser ist ein Indoor Gerät, wo alle Kabel ins Gebäude innere verlegt werden bzw. in einen extra Kasten außen.
Vorteil: Wartung in deiner Wohnung, ohne aufs Dach zu müssen.
Nachteil: Viele Kabel die zu ziehen sind.

2.) Den EdgePoint, dieser ist ein EdgeRouter im Outdoor Gehäuse und kann unten am Mast mit montiert werden.
Vorteil: Weniger Kabelverlegung, da Du nur mit einem Netzwerkkabel zum EdgePoint gehst, dass auch den Strom für die Geräte führt. Ein Langes und mehr kurze Kabel, somit günstiger.
Nachteil: Bei Wartung (die sehr sehr selten Vorkommt) muss man aufs Dach.

Bezüglich Patchkabel empfehle ich Dir ein Hüllrohr zu nehmen und dort geschirmte Cat6a Kabel zu nehmen. Die Schirmung hat im Fall eines Blitzschlags mehr Möglichkeiten die eingestreute Energie abzuleiten, als die Adern des ungenschirmten Kabels, da beim ungeschrimten die Induzierte Energie über deine verwendeten Netzwerklizen primär abgeleitet werden und somit Beschädigungen an Geräten sehr wahrscheinlich sind.

Zur Verfügbarkeit:
EdgePoint, EdgeRouter, NanoStation 400 (inkl. ISO) und LiteBeam - 120, UV-Festes Hüllrohr, sowie Kabeln habe ich Lagernd.

lg

Alex


#12

Mein aktueller Plan ist dieser:

  • EdgeRouter X-SFP
  • PowerBeam M5 ISO 300 (PBE-M5-300-ISO) zu 220deg.ozw
  • LightBeam M5 (LBE-M5-23) zu gob34

Das ist in meinen Gedanken die erste Ausbaustufe, die noch sehr viel Potential zum Erweitern bereithält. :stuck_out_tongue_winking_eye:

Bezüglich Blitzschutz habe ich bei der Hausverwaltung den Befund der Blitzschutzanlage angefordert, worauf als Antwort kam, dass es keinen Befund gibt.

Ich werde am Montag (16.4.2018) vorbeikommen, und bin über persönliche Gespräche erfreut.
Auch brauche ich noch Zugangsdaten zum Einrichten einer IP-Adresse.
Bitte um Info wer dafür am Montag im Metalab sein wird.


#13

Knoten ist aufgebaut und in Betrieb, danke für die Unterstützung!

@vchrizz Foto in Richtung feh39: