Notstromversorgung, und Autonomiezeit

Beim letzten monatlichen Montagstreffen Anfang Oktober haben wir kurz über die Stromversorgung der einzelnen Knoten gesprochen.

Blackouts, Energieversorgungsunsicherheit und Stromkosten sind ja momentan sehr heiße Themen. Bei den Funkamateuren gehört es ja schon eh und jeh zum guten Ton, dass man dort den gesetzlichen Notfunkauftrag wahrnimmt und die Anlagen notstromversorgt. Bei den Notfunkrunden in Wien wird regelmäßig erfasst, welche Anlagen notstromversorgt sind.

Nun die Funkfeuer Community ist jetzt meines Wissens nach nicht so Notbetriebs-fokusiert wie der Amateurfunk. Aber es ist trotzdem ein tolles Backupkommunikationsmittel und wäre interessant welche Links noch benutzbar sind, wenn der Strom weg ist! Und hier im Forum gibt es schon einen Thread zum Thema Solarbetrieb.

1. Meine Idee war, nachdem die meisten Knoten über PoE betrieben werden, ob es vielleicht eine relativ einfache Möglichkeit gibt eine PoE 24V Pufferbatterie dazwischen zu stecken, um den einen Funkfeuerknoten Blackout-sicher zu machen, zumindest für eine gewisse Zeit.

Das Ergebnis im Call war, dass es sowas tatsächlich schon gibt:

EdgePower Supply, 24V 72W (das ist momentan nicht liefberbar), und dieses hier:
2-Port UPS POE Switch Provides 24V/48V POE and 12V/24V/48V DC Output 99 USD + Versand und Zoll und natürlich eine Batterie!

Und natürlich die klassische USV wurde auch genannt im Call: APC USV mit Raspberry überwacht | Stefans Blog

2. Zusätzlich wäre es natürlich dann auch vorteilhaft, wenn man die notstromversorgten Links und Knoten auf der Funkfeuer Karte sehen kann. Meine Idee und Bitte wäre, dass wir ein neues Feld im Redeemer machen, wo man eintragen kann, wie lange der eigene Knoten online bleibt, wenn der Strom ausfällt:

So in etwa könnte das aussehen. Bitte verzeiht meine schlechten Mockup-Skills.

Am besten sollte dieser Wert praktisch durch Ausprobieren ermittelt werden! Also den Stecker ziehen und schauen, wie lange das weiter läuft. 30 Minuten? 1 Tag? (=1440 Minuten), oder länger?
Wenn man es nicht ausprobieren kann sollte man hier eine konservativ geschätzte, untere Grenze angeben.
Wenn man eine Photovoltaikanlange (PV) hat umso besser! Dann sollte man an einem regnerischen Tag im Jänner testen und den Worst Case angeben. Wenn man auch im Worst Case im Jänner genug PV hat um den Knoten unbegrenzt zu betreiben könnte man bei der Autnomiezeit INT_MAX oder Unendlich angeben.

Mein Anliegen war jetzt einfach mal diese Idee aus dem letzten Call ins Forum zu posten mit der Bitte um Feedback!

  1. Hat schon jemand mal seine PoE Versorgung batteriegestützt? Wenn ja, womit? Möchte das vielleicht jemand ausprobieren? Wer hat schon eine große/kleine PV-Anlage oder Generator oder was auch immer zu Hause und daran seinen Funkfeuer Knoten angeschlossen? Welche Teile vom Netz sind vielleicht eh schon Blackout-sicher?

  2. Laufen der Tunnelserver und die Core-Router / Roof-Nodes auch beim Blackout noch ein paar Minuten weiter?

  3. Könnten wir dieses Feld mit der „getesteten stromlosen Autonomiezeit in Minuten“ in den Funkfeuer Redeemer einbauen? Ich habe gehört Pocki wäre da der richtige Ansprechpartner :wink:

Danke! Freue mich über jede Anregung!

Liebe Grüße
Markus

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Ich fange mal mit von mir verwalteten Knoten an:

Goldeggasse: USV für knapp 1h, Generator für die Zeit danach.

Sankt Elisabeth: USV in Vorbereitung, schon vorhanden aber noch nicht eingebunden.

OE1XRW aka OZW: USV und Diesel

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