Repeater für ungünstige Lage

Es geht hier darum, mit möglichst wenig Aufwand (wenige Antennen) einen nicht direkt erreichbaren Knoten durch Umweg über höhergelegenen “Repeater” zu erreichen.
Folgende Annahme 1: ich habe 2 Geräte eines im “Tal” als client (irgend ein “beam”) und eines am “Berg” als Accesspoint (z.B. nanostation). Der client ist mit einem Tunnel zu funkfeuer verbunden. Wenn dieser sich nun als client zum acesspoint verbindet, sollte über den Funk ja olsr weitergeleitet werden?
Abb1: repeater

Annahme 2: Es soll nun weiterverbunden werden. Kann sich ein weiterer client zum AP verbinden?
Abb2: da nicht alle Stationen im “Tal” Sicht auf den 1.Client haben, Umweg über weitere “Repeater-Stationen”. Die Accesspoints bekommen ihre FF Daten jeweils nur über die verbundenen clientes. Ist dieses Setup praktisch möglich oder gibt es etwas zu beachten?

Grundsätzlich sind die von Dir beschriebenen Szenarien möglich. Zu beachten wäre:

  1. „Hidden Stations“ vermeiden, um nicht unnütz Airtime zu verbraten.
  2. Pönalen für einen der beiden den Tunnel einplanen, um keine Routinganomalien zu schaffen. (Den in Sachen Bandbreite schwächeren Tunnel via OLSR LQMultiplier „verschlechtern“.
  3. Litebeam - LBE-5AC-23? Die kann 2x2 MiMo, die LBE-M5-23 hingegen nur 1x1 SiSo.
  4. Antennencharakteristik - von welchem Abstand der Clients ist hier die Rede? Die Nanostation hat einen sehr großen Öffnungswinkel, ist aber, wenn sie hoch gelegen montiert wird, auch anfällig für Störsignale. Ein CTS auf demselben Kanal innerhalb des Störradius wird selbst mit einer exponierten Nanonstation noch gut empfangen - siehe auch 1.

Fazit - für ein Erstsetup ist es ok. Auf Dauer erwarte ich eher Probleme (Erhöhter Noise Floor Level bei den APs und damit einhergehend Performance-Degradation wegen fehlender Airtime). Langfristig sind dort mehr Antennen anderer Bauart und mit ausreichendem Montageabstand sinnvoller.

Sinnvoll halte ich bei jeder Antenne, die mehr als 2 Funknachbarn hat, einen olsr-Router zwischenzuschalten - also quasi als Knoten zu designen.

Ach so war das gemeint? Ohne OLSR dahinter…? Da würde mE ab dem zweiten Hop IPv6 NDP eventuell Probleme machen. Ich wäre schon davon ausgegangen, dass in der Graphik nur die Antennen eingezeichnet, aber die ER-X-SFP oder OpenWRT-Router mitgemeint wären. Warum sonst wäre „Repeater“ unter Anführungszeichen gestanden?

Nein, ich hab schon gemeint, dass bei jedem node ein openwrt dahinter steckt, z.B. ein GL.AR150 oder so. Mir war nur wichtig, ob ein AP ohne Internetzugang allein von einem client olsr bekommt und dann an neighbors weitergeben kann. Im obigen Beispiel sehen sich die beiden "Tal"Stationen nämlich nicht …
Im einfachsten Fall wäre halt der nanobeam mit dem etwas breiteren Austrahlungswinkel eine einfache Lösung. Habe ich das aber richtig verstanden, dass ein einzelner Nanobeam (hier geht es um ca. 1.7km) auf bridging geschaltet auch ohne Openwrt zwei clients verbinden könnte (sofern die clients im “Sichtbereich” des nanobeams wären?

Das Setup, wie Du es nun beschreibst, hatte ich im Kleinformat eine Zeit lang auf gurk46 in Verwendung (Nanostation Loco M5, später Nanobeam M5-16). Der AP ohne eigene Anbindung, nur mit OLSR hat von einer Antenne im Client-Mode auf fen42 OLSR-Connectivity bekommen. Auch da war die Überlegung, dass gurk46 höher gelegen und daher weiter sichtbar sei, womit er mit vorerst nur einer Antenne im AP-Mode zwischen Clients in der Umgegend vermitteln sollte, bis irgendwann eine weitere Ausbaustufe in Angriff genommen werden kann.

Airmax-Antennen haben eine eigene Repeater-Funktion, in der sie als WDS-Repeater ein und dieselbe SSID weitergeben können. Wie im anderen Fall vermindert sich die Airtime dadurch, dass auf demselben Kanal Pakete zunächst empfangen und dann weitergegeben werden. Besonders gut skaliert das dann nicht, aber für den Anfang reicht es.