Web 3, IPFS, Ethereum Service im Funkfeuer

Hallo,
ich arbeite im Bereich dezentralisierung und Web 3.0.
Meine Überlegung ist nun, einen IPFS Server im Rechenzentrum bereit zu stellen.

Rechtlich ist das bestimmt bedenklich, aber nachdem auch das auch kommerzielle Anbieter anbieten, sollte es wohl kein problem sein.

Q: Was bringt es funkfeuer und den Usern ?
A: Im Falle eines Internetzusammenbruchs steht dem Funkfeuer User so eine art mini-web zur Verfügung, mit den wichtigsten Services.

Q: Kann man sich dem Anschliessen ?
A: Ja, andere Teilnehmen können sich dem Anschliessen. Jeder zusätzliche Teilnehmer bedeudet einen Single Point of Failure weniger, und auch kürzere Wege für Datenpakete und parellelisierung.

Q: Ist das Privacy bedenklich ?
A: Ja, jeder Knotenbeitreiber kann mitlesen, welche Inhalte abgerufen werden.

Q: Belastet dass das Netzwerk ?
A: Ja, einzelne Knoten tauschen sich über Neuigkeiten aus.

Q: Um welche Services handelt es sich ?
A: dezentrale Blockchain Bezahlsysteme wie Bitcoin Ethereum ARTIS DMD XDAI.
dezentrale Dateisysteme wie IPFS, IPNS, Swarm.
dezentrale Governance Systeme wie Aragon, uvm.

Gibt es hier hierzu schon Ideen und Initiativen ?

Ein paar Fragen:
Läuft sowas auch unter OpenWrt?
Kann man verschlüsselte Daten (als z.B. Zip Archive) speichern oder müssen das immer allgemein zugängliche Daten sein?
lg

Da versteh ich die frage nicht ganz, kenne mich OpenWrt nicht wirklich aus,
Konkret ist das auf dem OSI Model vor allem auf Layer 5 anzufinden.
also zusätzlich zu HTTP und HTTPS hat man dann zum beispiel IPFS, die ETH Domain, Blockchain RPC Endpoints via HTTP(S).
Ja man kann auf dezentralen speicher auch verschlüsselte Daten speichern, einige Frameworks unterstützen das auch direkt, wie zB 3Box.

Konkret würde ich vermutlich ein DAppNode installieren, welches als Ausgangplatform für verschiedenste Services.

Hab gerade gesehen es gibt Debian Linux packages …
Ich schau mir gerade den desktop für Windows an, ob ich etwas anwendbares dabei entdecke …
Hab mal eine testwebsite gemacht, kann sie aber nicht laden, vielleicht dauert das länger als „wenige Minuten“
https://ipfs.io/ipfs/QmcTGAb87S42848WrnyGoFGZjbiqtW44m9ZRpnw5JQuuF6?filename=index.html
… und es gibt was für den raspberry: https://github.com/Twodragon0/OpenWRT-IPFS
OK, habs verstanden
https://ipfs.io/ipfs/Qmc9Ltg5uJQnRjyReqYUwUHvFj6yKyRi16CagAmCXNLaeu?filename=index.html

interessant, hast du einen IPFS Server mit default config gestarted und die datei darauf gepinnt ?

Eigentlich nur den Windows Manager installiert (und 2 Dateien „gepinnt“: index.html und die darin gelinkte .png Bild-Datei). So wie ich das sehe, muß jedes Element mit dem vollen Pfad referenziert werden, damit sind aufwändige html-Seiten nur eingeschränkt möglich.
Hab aber nicht ganz verstanden, wo die Dateien gespeichert sind, vermute mal: der Windows-Rechner kopiert es wo draußen auf einen peer und dort kann man darauf zugreifen, durch die Firewall sollte ja eigentlich kein Zugriff möglich sein…
PS: auf openwrt kann man das go-ipfs_v0.7.0_linux-arm64.tar.gz ohne Fehlermeldung installieren, hab es nur getestet, aber keinen permanenten daemon gestartet, weil ich noch zuwenig über die Sicherheit und auch über den Speicherbedarf (bzw. wie man diesen eingrenzt) herausgefunden habe.
Anscheinend kann man auch nicht über google suchen, sondern z.B. über ipfs-search.com

Die Datei lag in diesem Fall vermutlich nur auf deinem Rechner.
Aufwendigere HTML Seiten sind schon möglich, dazu muss man diese sozusagen als Ordner anlegen.
Hier ein Unity spiel das ich mitentwickelt habe: https://gateway.pinata.cloud/ipfs/QmTKhaqDpNirG5gt1Bs6iUGNt2h63iUwLHzV44tXXVLkS3/
Meine Erfahrung nach kann IPFS ganz schön belastend für den Router sein, da es teilweise mit hunderten Peers kommuniziert (ich denke aber da war die default config müll). Einen alten Home Router bringt das schnell ans Limit. Mein letzter Test ist aber auch schon mehr als ein Jahr her, vielleicht gibts da schon gute Verbesserungen.

Zugegeben: Das ganze ist noch sehr in den kinderschuhen, aber Open Mesh Networks in verbindung mit web3 technologien könnte die Lösung für latent internet unterversorgte regionen sein, insbesondere Entwicklungsländer.
https://d.tube ist zum beispiel so ein service, den man konfigurieren kann einen eigenen IPFS server zu verwenden.

naja, der Rechner ist ja im Moment abgeschaltet und man kann sie trotzdem aufrufen. Ich finde finde Idee vom Konzept her spannend, aber Sicherheitsprobleme usw. müssen geklärt werden.
Unter Openwrt kann man im config-file den Speicherort und verschiedene andere Parameter setzen, da bin ich noch am Forschen.

ja die datei dürfte ipfs.io auf seinem node noch gespeichert werden.
Das folgt nach einer Garbage Collection Logik.
Nicht gepinnte dateien werden von Nodes irgendwann weggeworfen,
wenn sich sowieso niemand für die Datei interessiert.

Ja sicherheitstechnisch mag es sinn machen, IPFS nicht auf OpenWRT sondern dahinter zu hosten.
Oder zumindest die Services stark voneinander zu trennen.
Ich persönlich dockerisiere sehr viel deswegen, weil das auch automatisch eine zusätzliche sicherheitsebene ist.
Richtig hochprofessionel wird man das aber vermutlich anders machen?!
DAppNode macht aber auch genau das.
Ja man kann da sehr viel konfigurieren in der Config.

This looks like a good resource for ipfs topics, https://awesome.ipfs.io/

It looks interesting but maybe not super responsive. I have gotten used to my NVME speeds or at worst pulling data from a local or remote NAS through a VPN tunnel.