Wer sind wir & wohin wollen wir? (war: FunkFeuer Zukunft)


#1

Dieses Discourse Forum ensteht in einer (aus meiner Sicht) tiefen Identitätskrise des Vereins Funkfeuer, die auch schon seit längerem unter der Oberfläche brodelt.

Wer sind wir?

Unsere Vereins-Statuten schreiben uns diesen Zweck zu:
“Anwendungsorientierte wissenschaftliche Erforschung und Weiterentwicklung von Übertragungstechniken-
und Technologien sowie die wissenschaftliche Lehre auf diesem Gebiet.”

Gelebt wird aber derzeit eher nur der Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung des Funknetzes und des FunkFeuer-Housings. Ich finde diese beiden als Unterstützung des Vereins-Zwecks sehr gut, aber als Selbstzweck zumindest in deren aktuellem Status zu wenig romantisch und zumindest für mich zu wenig Motivation meine Freizeit zu investieren.

Das letzte Mal, als ich etwas an Vereins-Aktivität miterlebt habe, dass als “Erforschung und Weiterentwicklung von Übertragungstechniken- und Technologien” klassifizierbar war, waren die Testtage die Joe Semler damals organisiert hat. Ich muss allerdings zugeben, dass ich, obwohl ich mich vor deren Einführung sehr vehement für Sie ausgesprochen habe, noch nie eine der Funkfeuer “MoMo” Abende besucht habe. Ich hatte Aufgrund eines Umzugs im letzten Jahr leider sehr wenig Zeit für meine Hobbies übrig.

UPDATE: Gestern (6.3.2018) hab ich das erste mal (ca. ein Jahr nach dem ersten MoMo) an einem einem MoMo teilgenommen :wink: War ne gute Diskussion über dieses Thema hier.

Wohin wollen wir?

Ich denke, das wichtigste für den Fortbestand und vielleicht sogar des wieder Aufblühens unserer Community wäre uns zu überlegen, was wir unseren Mitgliedern als Gegenleistung für ihre Zeit bieten können und oder wollen.

Was glaube ich manche die sich bei uns noch nicht so auskennen erhoffen ist: Einfaches & billiges Internet.
Das können wir ohne massiven (und aus meiner Sicht verschwendeten) Resourceneinsatz nicht bieten, und zieht aus meiner Sicht auch nicht die Mitglieder an die uns in unserem (bisher noch aufrechten) Vereinszweck weiterbringen [können].

Was wir derzeit schon anbieten [können] ist eine riesige Spielwiese zum Basteln für Netzwerktechnologien wie man sie sonst kaum findet. Und wenn nur wo man höllisch aufpassen muss, ja nichts kaputt zu machen. Wenn wir unseren Vereinszweck nun formal durch das tatsächlich Gelebte ersetzen würden, befürchte ich, dass das zu einem gewissen Grad verlohren gehen würde.

Was wir auch bieten, sind statische IP-Adressen und eine fantastische Nähe zum Internet-Backbone sowie ein Weg vorbei an der Vorratsdatenspeicherung. Das ist m.M.n. ein cooles Angebot, aber zieht auch nicht die großen Massen an.

Wir haben eine Vielzahl kleinen Projekten in der Community, die von einzelnen oder kleinen Gruppen Größtenteils unabhängig von den Vereinsstrukturen auf die Beine gestellt wurden. Ich glaube, dass wir viele von diesen für die Community als ganzes nützlicher machen könnten, wenn wir diesen einen leichteren (und klar ersichtlichen) Weg schaffen würden Sachen wie Server des Vereins im Housing, *.funkfeuer.at Domainen & E-Mail Adressen zu verwenden, sowie die Möglichkeit sich auf der offiziellen Funkfeuer Website vorzustellen. Das würde glaube ich auch die Motivation in unseren Mitgliedern deren kreatives Potential bei uns auszuleben vergrößern.


Jetzt hab ich einen halben Roman geschrieben, ohne ein klares Bild zu vermitteln (oder auch nur selbst eines zu haben) wie es weiter gehen könnte. Ich hab mir bisher (die Diskussion wurde ja schon vor über 2 Wochen auf den Mailinglisten begonnen) nicht die Mühe gemacht meine Gedanken dazu auszuformulieren bzw. mich bei der Terminfindung für Gespräche ( https://dudle.inf.tu-dresden.de/zukun0xFFt/ ) zu beteiligen, weil ich kein Interesse habe, mich für einen Verein Funkfeuer zu angagieren, in dem es rein um den Betrieb & Erhalt eines aus properitärer closed-source Software aufgespannten Funknetzes geht - und mir hat Wolfgang’s Mail vom 8.2. ( https://lists.funkfeuer.at/pipermail/wien/2018-February/012906.html ) sowie das passive Mitlesen der Mailinglisten in den letzten Jahren das Gefühl gegeben, als ob es in diese Richtung gehen würde.


Einführung von Mitgliedsbeiträgen (mit Umfrage!)
Einführung von Mitgliedsbeiträgen (mit Umfrage!)
Einführung von Mitgliedsbeiträgen (mit Umfrage!)
#2

Ich denke, wenn wir es schaffen, Wissen besser zu dokumentieren und weiterzugeben, sind wir schon einen guten Schritt weiter, hin in die Richtung zur ursprünglichen Idee unterwegs.
Was wir brauchen ist aktives Wissensmanagement in der Ausprägung, dass es als Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten dienen kann. Nur ohne Kommunikation gibt es auch keinen Wissenstransfer. Seit drei Tagen gibt es zumindest wieder mehr Kommunikation! Danke!


#3

Ich stimme Erich zu, Wissen muss dokumentiert werden damit man von da weitermachen kann und auch damit man es anwenden kann. Interessantes zum Umsetzen gibts sicher noch: IPv6 (first or only) wäre nett. z.B. im 0xFF netz mit reinen LEDE/OpenWRT board mitteln…

MOD: @kaefert : Ich hab die 3 Antworten auf diesen Post, die sich auf das IPv6 Thema bezogen haben, in den Thread https://forum.funkfeuer.at/t/lede-openwrt-ipv6-und-olsrdv2 verschoben.


#4

3 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: LEDE/OpenWRT IPv6 und OLSRDv2


#5

Also ich reflektiere mal wieder ein bischen weiter:

Wir brauchen mehr an gut strukturierter Dokumentation der Vereinstätigkeiten und des dabei generierten Wissens, sowie möglichst klare und einfache Anleitungen wie man bei uns mitmachen kann (und oder soll).

Nach der Diskussion am letzten MoMo denke ich benötigt es auch eine klare Definition wofür der Vorstand zuständig ist. Einerseits rechtlich und andererseits was wir als Österreicher mit unsrerer, trotz des revolutionären Wunschs nach freier Kommunikation, angebohrenen Obrigkeitshörigkeit von unserem Vorstand für ein funktionierendes Vereinsgeschehen benötigen.

Eventuell macht es auch Sinn für einzelne Teile unseres Vereins (formell) getrennte (Teams von) Verantwortliche(n) zu bestimmen (oder zu wählen?) - zum Beispiel für

Und diese Teams / Verantwortlichen mit eigenen Vollmachten auszustatten um ohne Involvierung (und Belastung) des Vorstands arbeiten zu können.


#6

Ein Beitrag wurde in ein neues Thema verschoben: LEDE/OpenWRT IPv6 und OLSRDv2


#7

Alles, was in dieser Richtung getan wird, muss auch darauf ausgelegt sein, Nachwuchs zu rekrutieren und zu betreuen. Wie immer wieder in den Raum gestellt wird, fehlt es an Freiwilligen. Das halte ich für ein Fehlurteil: Ich denke, die Freiwilligen wollen nur dort, wo sie stehen abgeholt und nicht im Regen stehen gelassen werden.


#10

Nachdem meine Antworten auf die gestrigen Diskussionen im Funkfeuer Chat für meinen Geschmack zu lang geworden sind, poste ich sie stattdessen hier:

Vereinsrecht - Minderheitenrechte - Mitgliederliste

Mein Thema bezüglich Rechte einzelner Mitglieder war primär eine akademische Frage - Mich hat diese “Rechtslücke” verwundert - Dass es einerseits das Recht gibt mit einer Minderheit von 10% der Mitglieder eine Mitgliederversammlung oder Einsichtnahme in die Buchhaltung zu nehmen, aber kein Recht darauf zu erfahren wieviele Mitglieder es gibt, geschweige denn ein Recht darauf die vom Vorstand verpflichtend geführte Kontaktliste zur Herstellung dieser Minderheit zu verwenden. Ich fände es gut, diese Rechtsunsicherheit durch Klaarstellung (Fixierung dieser Rechte) in unseren Statuten zu beheben. @erich Ja ich glaube ich werde aus Jux mal probieren diese Anfrage an den Vorstand zu stellen :wink: (ohne dass ich vor habe eine dieser Minderheitenrechte auszuüben) Siehe dazu auch diesen Post und die darin verlinkte rechtliche Abhandlung der Frage.

Zurück zum praktikableren Thema der "Funkfeuer Zukunft"

Natürlich braucht es freiwilligen Arbeit und die gibt es nur dort wo es den jeweiligen auch interessiert - Sprich man kann sie nur wenig lenken. Aber durch Aufzeigen der Gemeinsamkeiten mit Interessen anderer Freiwilliger womöglich bündeln und durch die angeregte (und Menschen als soziale Tiere motivierende) Zusammenarbeit womöglich auch vereinen.

Aber nachdem es nicht sonderlich viele Interessenten und Freiwillige an dieser “Meta”-Arbeit gibt (Sprich die Verwaltung und Unterstützung Freiwilliger beim verwirklichen derer Ideen & Ziele) - siehe geringe Anzahl der Beteiligten an dieser Diskussion (“Funkfeuer Zukunft”) - wäre es gut wenn wir schauen, dass wir dies durch bessere Organisation, Dokumentation und Tools/Plattformen untersützen / vereinfachen.

Als Plattformen dafür sehe ich:

  • zur super simplen Kommunkation den Chat

  • zur strukturierteren Kommunikation für komplexere Themen & Fragen die nicht jeder im Chat sofort beantworten kann das Forum
    –> Die Mailinglisten (konkret wien@ und discuss@) sehe ich dabei als redundant an und hätte diese gerne durch offiziellen Aufruf auf das Forum migriert, gerne auch durch Übernahme der Mail-Adressen ins Forum, und am besten einer Übergangsfrist wo diese Mails mit Warnungs-Banner an beide Kanäle gehen.
    –> Wir können gerne im Forum auch (nur für Gruppenmitglieder sichtbare) Kategorien im Forum anlegen für core, vorstand, und was es sonst noch an nicht öffentlichen mailinglisten gibt.

  • Das Wiki zur langfristigen Dokumentation. Ich finde “wir” sollten (öfters) Anregen, dass Freiwillige mit interessanten Ideen oder Erkentnissen diese im Wiki dokumentieren. Auch Projekte ( https://wiki.funkfeuer.at/wiki/Projekte ) und Projektideen fände ich sollten wir damit Freiwillige sich leichter zur Zusammenarbeit an sich überschneidenden Interessen / Ideen zusammenfinden dort besser dokumentieren und Freiwilige darum bitten zu dokumentieren.

Zum Thema (symbolisch klein gehaltene) Mitgliedsbeiträge:

EDIT: eigen-Moderation: Nachdem die Diskussion zu diesem Thema sehr umfangreich wurde, habe ich sie in einen eigenen Thread verschoben.

Letztes Thema: Öffentlichkeitsarbeit

Ich glaube, dass wir wesentlich mehr Interessenten / Freiwillige anziehen könnten, wenn wir das Bild, dass wir nach außen abgeben, etwas verbessern würden.

Aktiv, groß & gut organisiert: Hilfreich wäre es z.B. zu zeigen, dass wir derzeit noch aktiv sind (z.B. durch ein “zuletzt bearbeitet” Datum auf der Website, oder auch eine Events-Unterseite auf der der nächste MoMo Termin oder auch Sachen wie das nächste BattleMesh angekündigt werden könnten.)
Generell würden die Informationen für Neue mal wieder eine Überarbeitung benötigen.


Es gäbe sicher noch vieles Weiteres zu sagen, aber ich kränkel ein wenig und meine Energie ist nach dieser Abhandlung am Ende. Bitte schreibt mir eure Gedanken zu den Themen…


#11

10 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Einführung von Mitgliedsbeiträgen


#22

Wie wär’s mit einem Sticky Thread „Termine und Veranstaltungen“?


#23

Ich würd eine Unterseite der Website bevorzugen - Der erste Eindruck zählt viel.

Aber ein Sticky Thread “Termine und Veranstaltungen” wäre wohl eine akzeptable Kompromisslösung, wobei ich von einer zu großen Anzahl an Sticky-Threads in Foren generell nicht besonders begeistert bin.


#24

Ich hab gerade etwas in den Archiven gestöbert und ein paar Gute Beiträge zu diesem Thema gefunden:

Ein kritischer Blick auf Funkfeuer “von außen” (Armin Medosch):
https://lists.funkfeuer.at/pipermail/discuss/2015-May/003120.html

Eine gute Diagnose der negativen Tendenzen im Verein (von Joe):
https://lists.funkfeuer.at/pipermail/wien/2015-July/011889.html

Eine längere Diskussion mit einigen guten Beiträgen:
https://lists.funkfeuer.at/pipermail/discuss/2015-May/003125.html


#25

Hallo Leute!

Erstmal ein riesiges Dankeschön an alle Teilnehmer und im Besonderen auch an @Albert den Organisator & Protokollführer und an @c1bruckner für die improvisierte Moderation unserer gestrigen Funkfeuer Zukunfts Diskussion!

Das wichtigste, dass ich für mich daraus mitgenommen habe ist, dass es zur Findung einer gemeinsamen Vision, bzw. zumindest des kleinsten gemeinsamen Nenner der Visionen der unterschiedlichen Aktivisten, jedenfalls zunächst notwendig ist, dass sich jeder einzelne, der sich an dieser Diskussion beteiligen möchte, zunächst seine Wünsche / Ziele / Visionen für Funkfeuer (Verein und oder Community) überlegen und ausformulieren muss, um diese in die Diskussion einbringen zu können. Und das möchte ich für meine Visionen an dieser Stelle tun. (Auch weil mir’s leichter fällt schriftlich und damit entkoppelt von der vorgegebenen linearen Abfolge und Geschwindigkeit einer mündlichen Konversation zu argumentieren)

(btw. Ich verwende diese Begriffe (Wünsche, Ziele, Visionen) quasi Synonym, ich seh’ da, anders als Unternehmensberater @c1bruckner, keine klare Distinktion dazwischen :wink: )

Kommunikation

Das Allerwichtigste für eine funktionierende Community und das woran es aus meiner Sicht in den letzten Jahren am meisten gemangelt hat.

Forum vs. Mailinglisten (wien & discuss)

Das größte Problem dabei sind aus meiner Sicht die Mailinglisten, die gestern Abend (nicht von mir) auch als “rauer Ort” bezeichnet wurden, wo man “aufgrund eines falschen Worts zerfleischt wird”. Ich hätte gerne, dass wir die wien & discuss Mailinglisten komplett durch dieses Forum hier ersetzten würden. Dafür braucht es mMn. eine Entscheidung “von oben” (aus meiner Sicht des Vorstands), denn derzeit hör ich hier und da als Begründung für die nicht-Beteiligung am Forum die Erklärung, man möchte sich in den Konflikt Mailingliste vs. Forum nicht einmischen und durch die eigene Registrierung am Forum nicht Stellung für dieses beziehen.

Das Forum bietet aus meiner Sicht viele Vorteile gegenüber der Mailinglisten:

  • Ein böses oder falsch verstandenes Wort kann vom Autor oder bei Uneinsicht von Moderatoren umformuliert oder entfernt werden. Damit kann der auf den Mailinglisten teilweise herrschende “raue Ton” verhindert oder entschärft werden.
  • Es kann mit wenig Aufwand die Kommunikation sehr feingranular in Kategorien aufgeteilt werden, sodass jeder nur die Themen verfolgen muss, die ihn auch interessieren.
  • Es gibt ein sehr hübsches mobil fähiges Webinterface. Wer will, kann aber dennoch rein per E-Mail-Integration mitreden / mitlesen.
  • Änderungen, Umstrukturierungen, Moderation sind alle sehr feingranular möglich, wodurch das Archiv wesentlich übersichtlicher gestaltet werden kann.

Das einzige Argument gegen den Ersatz der Mailinglisten durch das Forum, dass ich bisher gehört habe war von @runout:

  • Wir haben sehr viele Mailinglisten.

Ich sehe das nicht als gutes Argument gegen den Ersatz von wien & discuss. Alle anderen könnten unangetastet bestehen bleiben. Falls es weitere Argumente gibt, bitte diese vorbringen. Aber bitte dieses Anliegen nicht einfach ignorieren. Der Parallelbetrieb von wien+discuss Mailinglisten und des Forums splittet nur die wertvolle Zeit unserer freiwilligen Diskussionsteilnehmer auf diese unterschiedlichen Plattformen auf und macht damit beide unterbesucht. (Dabei spreche ich mich nicht gegen einen Fortbestand eins Archivs alter Diskussionen aus, lediglich dagegen, dass es mehrere gleich gelagerte Plattformen zum Anfangen neuer Diskussionen gibt.)

Wiki

Aus meiner Sicht das wichtigste Dokumentationsmedium, welches jedoch leider zu wenig verwendet wird. Ich würde mir wünschen, dass jeder, wenn er selbst sich die Zeit nicht nehmen will / kann (all) sein (für die Community relevantes) Wissen dort niederzuschreiben, sobald er dieses aufgrund einer Nachfrage jemanden anderem in der Community weitergibt, diesen bittet, als Gegenleistung für die Erklärungen die Dokumentation im Wiki zu übernehmen.
“Remember kids, the only difference between screwing around and science is writing it down!”, Alex Jason

regelmäßige Events

Ich empfinde die Einrichtung der MoMo sehr positiv, auch wenn ich es leider erst 1x hingeschafft habe. Ich würde mir wünschen, dass wir zusätzlich ein oder 2x jährlich größere Events ähnlich der in der Vergangenheit von @josef.semler ein paar Jahre lang veranstalteten 0xFF Testtagen im ORF-Zentrum veranstalten würden. “Durch’s Reden kommen d’Leut zam.”

Info's für Neue

Ich halte es für sehr wichtig, dass wir einen guten ersten Eindruck hinterlassen, wenn jemand neues auf uns Aufmerksam wird und überlegt seine Zeit und Energien bei uns zu investieren. Wie auch gestern von anderen gefordert wäre es gut, wenn wir auf https://funkfeuer.at/ unter der Überschrift “Wie kann ich mitmachen?” auch darauf hinweisen würden, dass es auch andere Möglichkeiten der Beteiligung gibt, als einen Funknetzknoten aufzubauen. Außerdem benötigen die Anleitungen wie man Funknetzknoten aufbauen könnte wohl auch wieder (bzw. ständig) Überarbeitung und Anpassung an neue Geräte & Technologien…

Organisation

Egal, ob wir zu einer Einigung kommen, dass der Verein Funkfeuer lediglich Förderer des von einer unabhängigen “Community” betriebenen Funknetzes ist, oder ob der Verein ein rechtlicher Zusammenschluss aller Funknetzteilnehmer sein soll (wie ich es aus der Definition des außerordentlichen Vereinsmitglieds herauslesen würde):
Wir müssen dies ausdiskutieren und am besten mittels Beschluss einer Generalversammlung fixieren. Und danach die Organisation des Vereins dementsprechend anpassen und aus dem Chaos herausführen.

Mitgliederverwaltung

Ich als Vereinsmitglied würde mir wünschen, dass sowohl die Mitgliedsliste als auch die Liste der Funknetzteilnehmer (beides im Redeemer gewartet) laufend aktiv gewartet wird. Am liebsten wäre mir zu diesem Zweck die Einführung eines symbolisch gering gehaltenen Mitgliedsbeitrags, von dem aktive Mitglieder die innerhalb der letzten X Monate mehr als X Beiträgen auf Mailinglisten oder Forum beigetragen haben, oder die in den letzten X Monaten mindestens einen aktiven Knoten eventuell mit mehr als X Verbindungen zu Fremdkonten hat(te) befreit werden. Auch könnte eine weitere Ausnahme für Mitglieder die “Besserung”, also künftige Teilnahme am Vereinsgeschehen versprechen, beschließen. Somit müssten dann im Endeffekt nur Mitglieder die kein Interesse an der Beteiligung am Vereinsgeschehen haben tatsächlich einen Mitgliedsbeitrag bezahlen. Mit diesem Hilfsmittel hätte man eine gute Begründung zu versuchen inaktive Teilnehmer zu kontaktieren, diese zu fragen ob Sie noch Interesse an Funkfeuer haben und falls ja, sie bitten diesen symbolischen Beitrag zu bezahlen oder sich künftig wieder am Vereinsgeschehen zu beteiligen. Personen, die man nicht mehr erreichen kann, könnte man dann Aufgrund der Nichtbezahlung des Mitgliedsbeitrags vom Verein ausschließen, und somit die Liste bereinigen.

neue Vorstandsmitglieder gesucht?

Wenn ich das richtig verstanden habe, sucht der aktuelle Vorstand neue Teammitglieder (oder einen komplett neuen nachfolgenden Vorstand?). Aber mir als Freiwilliger der sich überlegt seine Freizeit dafür zur Verfügung zu stellen ist komplett unklar, was der aktuelle Vorstand so macht und was dieser und die restlichen Vereinsmitglieder von einem zukünftigen Vorstand erwarten würden. Ein möglicher Ausweg aus diesem Problem wäre die Verbreitung von Vorstandssitzungsprotokollen unter den Vereinsmitgliedern.

Delegationen?

Ich als kleiner Hobby-Jurist sehe auch immer die rechtliche Seite dabei und von dieser ist hervorzuheben, dass der Vorstand für alle Vereinsagenden zuständig ist, für die nicht explizit jemand anders die Verantwortung übertragen bekommen hat. Nach meinem Rechtsverständnis spricht auch nichts dagegen, wenn der Vorstand einzelne Agenden an andere Freiwillige übergeben würde, um seine eigene Arbeitslast zu verringern. Eine Option wäre auch, dass die Generalversammlung (Teams von) Verantwortliche(n) für Teilbereiche des Vereins wie Housing, Backbone, Roof Nodes, … beauftragt und zu diesem Zweck angemessene Vollmachten ausspricht.

Unterstützung neuer Ideen

Auch würde ich mir wünschen, dass der Verein (bzw. als dessen Vertreter der Vorstand) Freiwilligen mit neuen Ideen bei der Umsetzung dieser Ideen mit Ressourcen des Vereins in angemessenem Rahmen unterstützen würde (auch wenn die Idee auf wenig Resonanz innerhalb des Vorstands trifft). Also z.B. falls für die jeweilige Idee sinnvoll Zurverfügungstellung von VMs und DNS Einträgen sowie anbieten der, durch die offizielle Stimme des Vereins, verfügbaren Bühne. Dies könnte ein wichtiger Motivationsfaktor sein um aus Projektideen erfolgreiche Services für die Community oder Schritte in Richtung unseres Vereinsziels zu machen.

Netzpolitik

Ich verstehe unter der in unsren Statuten definierten politischen Neutralität bloß das Bekenntnis, dass wir als Verein uns der Parteienpolitik gegenüber neutral verhalten und keine Partei unterstützen.

Gesellschaftspolitisch gäbe es aus meiner Sicht viele Themen, zu denen wir uns im Sinne unseres Vereinsziels klar äußern könnten & sollten und eventuell auch regelrecht Kampagnen (mit)finanzieren könnten um der Bevölkerung und oder den politischen Entscheidungsträgern (Lobbying) unsere Standpunkte näher zu bringen.

Für den Anfang ein paar Themen, die ich unterstützen könnte und von denen ich glaube, dass sich leicht Mehrheiten dafür im Verein finden lassen:

  • Beibehaltung und Ausbau der Netzneutralität
  • Gegen Störerhaftung
  • Recht auf Reparatur
  • Recht auf Herstellung von Interoperabilität (besonders im Bezug auf Router+OpenWRT, locked Bootloaders, Firmware, Treiber & usw.)
  • Recht auf Datenschutz
  • Recht auf freie Meinungsäußerung
  • Open Government Data

Nicht nur, dass wir durch so ein gesellschaftspolitisches Engagement die für uns so wichtigen Grundlagen erhalten und erweitern könnten, wir würden damit auch uns (die “Marke” Funkfeuer) in ein gutes Licht rücken und damit mehr Interessenten generieren.


#26

Hallo!

Ich möchte mich bei den wenigen die gestern beim “Zukunftstreffen” dabei waren herzlichst für die interessante und insgesamt konstruktive Diskussion bedanken.
Es hat mir gestern gezeigt, dass für den teilweise sehr zerstrittenen Haufen doch noch eine Zukunft besteht.

Weiters hat mich aber die Anzahl der wenigen Anwesenden, die damit offenkundig ihr Interesse an einem erfolgreichen weiterbestehen des Vereines zeigen, sehr erschreckt. Es gab für dieses wichtige Thema viel zu viele die durch ihre Abwesenheit geglänzt haben. Ich hätte erwartet, dass zu mindest aus der ehrwürdigen Vorstandsetage mehr Anwesenheit und Bereitschaft zur Zukunftsdiskussion und einer reibungslosen Nachfolgerfindung beigetragen wird. Scheinbar haben aber die Vorstandstätigkeiten und die vielen Konflikte zu einem sehr großen Frustpotential geführt.

Ich hoffe auf einen neuen Vorstand der mit seinem frischen Engagement die vielen anstehenden Themen positiv erledigt, und vor allem die unnötigen und lähmenden persönlichen Konflikte versucht im Sinne des Vereines zu lösen.


#27

Ich bin an diesem Prozess prinzipiell interessiert, habe aber momentan sehr wenige freie abende, und werde mich deswegen eher darauf beschränken hier mit zu lesen.


#28

Das Problem mit dem Prozess hier ist, dass es mindestens ein “Urgestein” bei Funkfeuer gibt, dass die Beteiligung am Forum verweigert und stattdessen an der Weiterverwendung der Mailinlisten festhält.

Weiters hat die Wien-Mailingliste vermutlich eine hohe 3-stelligen Abbonomentenzahl während wir im Forum gerade mal 47 registrierte Benutzer haben. Gut nachdem der Thread hier öffentlich ist könnten theoretisch auch nicht registrierte Benutzer mitlesen, dennoch erreichen wir vermutlich hier nicht alle Vereinsmitglieder.


#32

Der Vorstand hat meine Anfrage so beantwortet, wie sie der Meinung waren dass es richtig ist. Dass wir eine andere Ansicht haben ist nun mal so. Wenn man wollte könnte man es ja an ein Schiedsgericht und anschließend ein normales Gericht weiter tragen. Ich habe zumindest bis zur Generalversammlung nicht vor das zu tun, und ich bin dem Vorstand auch nicht böse dass sie eine andere Meinung zu dem Thema haben, auch wenn ich glaube dass es wahrscheinlich ist, dass bei einem Gericht meine Meinung bestätigt werden würde.


#33

Lieber Thomas, ich habe drei Beiträge von uns beiden entfernt, weil man damit die Diskussion nicht fördert. Auch das „Urgestein“ zu kritisieren, bringt uns nicht weiter. Die Ereignisse im heutigen Chat haben mich schlicht erschüttert - versteh mich bitte.


#34

ich hab eine tatsache ausgesprochen: dass es zumindest von einer person wiederstand gegen das forum gibt. Das ist keine Kritik an der Person, oder eine Unterstellung das diese bösewillig ist, aber verhindert zur Zeit einfach, dass das Forum für Standardplattform für Kommunikation im Verein wird.


#35

Das Forum wird sich als Standardplattform etablieren, weil es die Mehrheit überzeugen wird:
Es ist besser und vielseitiger, als die alten Mailinglisten, da es beide Welten vereint.